Archiv für Mai 2004

Auckland

Montag, 31. Mai 2004

Karte, Auckland ist markiertAm Samstag waren Annika und ich Katzen kuscheln (meine Bilder, Annikas Eintrag vom letzten Mal kuscheln) und dann in Auckland. Gar nicht so einfach, den Weg zu finden. Und das Parkhaus. Und den Weg wieder raus. Vor allem, wenn die gute Karte in Annikas Haus liegt. Aber es ist nicht immer schlecht, sich zu verfahren: manchmal findet man dabei Futon-Geschäfte (der Link ist für Annika — falls sie sich nicht mehr an die URL erinnert…).
Chocolate makes my clothes shrinkAlso, Auckland jedenfalls. Die Großstadt hier. Naja, es sieht schon nach Gro�stadt aus. Also, größer als Hamilton (aber das ist ja keine Kunst). Und größer als Bochum auch. Im Wesentlichen waren wir aber im Buchladen, der Rest ist nicht so spannend. Und vor allem war der Rest eher nass. Ein nettes T-Shirt haben wir noch gesehen.

Ach ja, und auf dem Hinweg haben wir einen netten Keramikladen gefunden und uns einen Pakeha-Friedhof (Pakeha sind die Nicht-Maori) angeschaut.

Rotorua

Montag, 31. Mai 2004

Karte von NZ, Rotorua markiertKarte: Hamilton und RotoruaLetztes Wochenende war ich in Rotorua. Dort gibt's heiße Quellen, eine Kletterhalle und ein Café. Also, vermutlich auch noch mehr, aber das war Annikas Werbung. Und ihr neues Auto musste natürlich mal ausprobiert werden.

SchlammNach längerem Rumkurven und Zwischenstop in Cambridge haben wir dann erstmal dem Schlamm beim Blubbern zugeschaut. Ja, das Zeug ist schwefelhaltig. Ja, man riecht's. Aber ist irgendwie lustig, dem eingesperrten Schlamm zuzuschauen. Solange er innerhalb der Absperrung bleibt, jedenfalls.

KatzeIn Rotorua selbst (der Schlamm ist etwas außerhalb) waren wir dann erstmal im Fat Dog Café. Sehr nett, mit Gedichten auf den Stühlen. Und leckeren Sachen. In Neuseeland bestellt man im Café an der Theke und bezahlt dort auch direkt. PancakesWenn man was bestellt, das es nicht sofort gibt, kriegt man eine Nummer oder sonst irgendwas mit, das man sich dann auf den Tisch stellt, damit die einen auch finden, wenn das Bestellte fertig ist. Im Fat Dog haben wir zum Beispiel eine pinke Katze gekriegt. Und Pancakes.

Danach waren wir klettern. Die Kletterhalle ist kleiner (und wärmer) als die in Hamilton, aber dafür auch höher. Knubbel an der WandUnd man sollte sich keine Schuhe leihen müssen, die sind nämlich mit integrierter Lüftung. Ich bin trotzdem mehr als einmal bis ganz oben geklettert :)

Nach dem Klettern haben wir uns im Polynesian Spa einweichen lassen. Nein, davon gibt's keine Fotos. Obwohl die japanische Reisegruppe, alle ca. 1,50m lang und alle in geliehenen zu großen schwarzen Badeanzügen, schon irgendwie witzig aussah. Jedenfalls ist Einweichen trotz des Schwefelgeruchs sehr nett. Und Handtücher braucht man nicht mitzubringen, die kriegt man dort nämlich. Und eine kleine Plastiktüte für die nassen Badesachen.

Naja, und danach hat man natürlich Hunger. Bei den absurden neuseeländischen Öffnungszeiten haben wir im Fat Dog allerdings nichts mehr bekommen (war ja auch schon nach 8!). Na gut, dann halt Subway. Und auf der Rückfahrt bin ich eingeschlafen.

Ein Licht am Ende des Tunnels

Montag, 31. Mai 2004

…äh, sorry. Aber die Überschrift musste jetzt sein.

Mein Schlepptop darf hier an der Uni ins WLAN, aber ich komme nur auf zwei Arten auf andere Rechner:

  • HTTP- und FTP-Verbindungen über einen Proxy (mit Authentifikation)
  • IMAP und SMTP auf den lokalen Mailserver
  • ssh auf lokale Rechner

Nun möchte ich aber gern per ssh auf andere Rechner (zum Beispiel andaka, damit ich mein Blog vollschreiben kann), und per IMAP und SMTP auch. Lösung: SSH-Tunnel.

Es gibt ein Programm, um SSH über einen HTTP-Proxy zu tunneln: corkscrew. Klingt gut, funktioniert aber nicht. Entweder hab ich was falsch konfiguriert, oder das kommt mit der Authentifikation nicht klar.

Aber SSH-Tunnel sind fast schon einfacher. Also hab ich einen Tunnel für SSH nach andaka offen:

~$ ssh -N -f -L 1222:andaka:22 lokaler.rechner

Erklärung:

-N

für “ich brauch keine Shell”,

-f

für “geh in den Hintergrund”,

-L 1222:andaka:22

für “mach, dass Port 1222 auf localhost alles nach Port 22 auf andaka weiterleitet”. Dabei ist die 22 wichtig, weil das der Port ist, auf dem der ssh-Server auf andaka läuft. Die 1222 ist nicht wichtig; zu beachten ist nur, dass jeder Tunnel seinen eigenen Port braucht und dass Ports unter 1024 nur von root geöffnet werden dürfen.
Und wenn ich dann per ssh auf andaka will, geht das mit

~$ ssh -p 1222 localhost

Naja, und IMAP und SMTP gehen im Prinzip genauso. IMAP läuft auf Port 143, SMTP auf Port 25, also brauch ich dafür jeweils noch einen Tunnel. Und in meinem Mailprogramm ändere ich die Konfiguration so, dass da localhost und der lokale Port steht statt andaka und der eigentliche Port.

Und weil ich dafür erstmal googeln musste und das bestimmt wieder vergesse, wenn ich es längere Zeit nicht benutze, kommt das jetzt in mein Blog ;)

Jetzt schon zu viert

Donnerstag, 27. Mai 2004

Eigentlich hat Annika grad Vorlesung, aber auf dem Weg dahin hat sie eben mal eingestellt, dass es ihren Blog jetzt auch als Newsfeed gibt. Jetzt ist sie auch bei planet informatica dabei :)

Bilder aus MoersHamilton

Mittwoch, 26. Mai 2004

Die Uni im HerbstMein Rechner darf immer noch nicht ins Netz (und selbst wenn er es dürfte, würde das auch nicht so richtig helfen, weil ich bisher kaum Bilder gemacht habe), aber ich habe ein paar Bilder im Internet gefunden. Ja, so sieht's hier wirklich aus. Hässliche Uni, aber drumrum ist es schön. Mehr Bilder gibt's auf der Uni-Seite.

Die Moers-Theorie

Montag, 24. Mai 2004

Maria hat mir von der Moers-Theorie erzaehlt. Ich zitiere aus einer Mail von ihr:

Eigentlich gibt es nur Moers.
Wenn man verreist, bauen sie draußen die Kulisse um, also muss man für weitere Ziele länger verreisen, damit sie's schaffen, logisch.

Ja, das klingt plausibel. Vor allem, weil IHNEN manchmal Fehler unterlaufen. Zum Beispiel, dass ein Auto in Cambridge (das ist auf dem Weg von Hamilton nach Rotorua, nicht etwa in England) ein Nummernschild mit "Autohaus Auckland" hat (Foto kommt noch). Oder dass beim Optiker in Hamilton auf einmal auf Annikas "mit der Brille seh ich ja aus wie meine eigene Mutter" eine Frau mit "und das wollen wir ja alle nicht" antwortet. Oder dass Colins Fuß-Mess-Programm im Trek'n'Travel auf Deutsch ist.

Ich werd im Wiki mal ein paar Beweise sammeln. Wenn euch noch was einfällt – immer her damit!

Und für alle, die verstehen, wie man an sowas Spaß haben kann: The Truman Show.

Aaarghs

Freitag, 21. Mai 2004

Man sollte ja denken, dass eine Bank moechte, dass die Kunden Geld dort deponieren. Dafuer sollte man annehmen, dass sie es den Kunden leicht macht, Geld auf ihr Konto zu ueberweisen. Tja, nicht so die deutsche Bank. Man versuche mal, die Bankleitzahl herauszufinden.
Welche von den beiden fuer “deutsche Bank Bochum” ist es denn wohl? Hab jetzt mal eine ausprobiert; bin mal gespannt, ob das Geld ankommt. Die doofe Postbank will naemlich fuer jeden Einsatz der Kreditkarte im Ausland Geld haben.

Zeit in Neuseeland: 11:13 a.m.

Keine Tags

Angekommen!

Mittwoch, 19. Mai 2004

So, seit gestern mittag bin ich in Neuseeland. Der Flug nach Frankfurt war unspektakulär (es gab nichtmal was zu essen); die 7 Stunden in Frankfurt waren langweilig (der Flughafen ist außerdem furchtbar). Der Flug nach Singapur war nett (Leute, die einem zum Frühstück ein Blaubeer-Muffin geben, können gar nicht wirklich böse sein), auch wenn ich die meiste Zeit von den 12 Stunden schlafend verbracht habe. In Singapur hatte ich dann 5 Stunden Zeit, die ich dafür genutzt habe, zu duschen (8 EUR — aber tat richtig gut) und herauszufinden, dass das WLAN nicht kostenlos benutzt werden kann. Und dass der Sonnenblumengarten langweilig und draußen ist, was bedeutet, dass man es dort nicht lange aushält. Der Flug nach Auckland war leider nicht so spaßig, weil ziemlich unruhig. Von den 10 Stunden hab ich deshalb maximal 2 geschlafen.

In Auckland durfte ich dann erstmal warten. So eine Stunde lang. Merke: wenn man nach der Landung erstmal aufs Klo muss, sind sämtliche japanischen Reisegruppen *vor* einem in der Schlange vor der Passkontrolle. Dafür ist mein Gepäck vollständig und bis auf einen kleinen Riss im Rucksack auch heil angekommen. Wenn man nach Neuseeland einreist, muss man eine Karte ausfüllen, damit die dann auch wissen, ob man böse Dinge mitbringt. Unter anderem darf man maximal für 700 NZD (ca. 700 DM) Sachen mitbringen, was ich mit Notebook, Kamera etc. ja durchaus überschreite. Also hab ich das mal angegeben und bin dann auch durch den roten Ausgang gegangen. Der Mensch dort hat sich meine Karte angeschaut und mich zum X-Ray weitergeschickt. Die haben meine Sachen gescannt und mich dann zum Ausgang geschickt, was mich ziemlich irritiert hat. Also hab ich nachgefragt, ob denn nicht noch irgendwas passieren würde wegen meiner Sachen. Antwort: Wenn sie sich für dich interessieren würden, hätten sie dich eben nicht sofort zum X-Ray geschickt. Naja, gut.

Annika hat mich dann abgeholt und wir sind erstmal Katzen kuscheln gefahren. Annikas Katzen sind nämlich vor ein paar Tagen angekommen und müssen noch einen Monat in Quarantäne bleiben. Ganz tolle Katzen, nur leider im Moment etwas verstört vom Flug und der Desinfektion usw.

Annika meinte, es wäre am besten gegen den jet lag, wenn ich so lange wie möglich wachbleibe. Also sind wir erst zu meinem Zimmer gefahren (mehr dazu später), dann einmal quer durch Hamilton ("guck mal, die Innenstadt – so, schon vorbei") und danach nach Raglan zum Strand, Sonnenuntergang gucken. Dazwischen zwei Café-Besuche: einmal Blaubeer-Muffin und Kakao mit Marshmallows drin (bzw. ganz schnell nicht mehr drin), einmal merkwürdiger warmer Schoko-Kuchen und Kakao ohne Zeugs drin. Nettes Land. Auf dem Rückweg: ui, ganz andere Sterne hier. Kreuz des Südens statt großer Wagen. Eigentlich wollte Annika mich danach noch mit ins Kino nehmen, aber ich hab gestreikt und bin um halb acht ins Bett gefallen. Nicht ohne vorher einige meiner Mitbewohner im 4-Leute-Schuhkarton zu treffen, der übrigens ein 4-Deutsche-Schuhkarton ist.

Heute (Dienstag) morgen habe ich mit Hilfe eines meiner Mitbewohner die Uni und Annikas Büro gefunden und wurde dann erstmal rumgezeigt. Tausende von Leuten, von denen ungefähr zwei Drittel Englisch sprechen. Der Rest sind Deutsche. Und nachmittags waren wir in der Stadt, wo ich mir erstmal Dollars zugelegt habe. Sind neuseeländische Viecher drauf. Und die Scheine haben ein Guckloch. Und wir waren nochmal im Café: noch mehr warmer Kuchen, diesmal mit Joghurt und Obstsaft bekleckert (das machen die hier wohl öfter) und Kakao in Schichten.

Jetzt sitze ich gerade in Annikas Büro und lese/schreibe Mails (jaja, und Blog). Einen eigenen Account kriege ich wohl morgen, und mein Rechner darf auch ins Netz, sobald ein Techniker überprüft hat, dass keine bösen Dinge drauf laufen.

So, und gleich geh ich zu Annika, die jede Menge Leute eingeladen hat und mir schon vorausgesagt hat, dass ich vermutlich irgendwann mitten am Abend einschlafen werde.

Nachtrag: Hm, ist ganz schön lang geworden, der Eintrag. Aber Bilder zum Auflockern hab ich noch nicht.

Zeit in Neuseeland: 5:56 p.m. am Mittwoch, 19.5.04

Schoko-Kirsch-Muffins

Donnerstag, 13. Mai 2004

Hab gerade mal mein Rezept für Schoko-Kirsch-Muffins in mein Wiki gestellt, damit ich Dave nicht mein Muffin-Backbuch leihen muss ;-P

Vielleicht ist das ja auch noch für andere Leute interessant. Die Reaktionen auf diese Muffins sind jedenfalls immer sehr begeistert…

Verdacht bestätigt…

Mittwoch, 12. Mai 2004

…die Monster *sind* gefräßig. 10 haben sich schon vollgefressen, die werd ich gleich dann mal nach Linden bringen. Und mein Rücken tut weh. Mistmist.