William Gibson: Pattern Recognition
Montag, 24. Oktober 2005, 18:00 Uhr
Pattern Recognition habe ich mir (im übrigens sehr netten Science-Fiction-Buchladen in Göteborg) gekauft, nachdem ich irgendwo im Netz dieses Zitat gefunden hatte:
She knows now […] that [someone’s] theory of jet lag is correct: that her mortal soul is leagues behind her, being reeled in on some ghostly umbilical down the vanished wake of the plane that brought her here […]. Souls can’t move that quickly, and are left behind, and must be awaited, upon arrival, like lost luggage.
Stimmt ja schon, irgendwo. Ein 30-Stunden-Flug ist was anderes als eine 30-Stunden-Zugfahrt, was das Ankommen angeht.
Das Buch ist ziemlich gut, was mich ein bisschen überrascht hat (Neuromancer, das wohl bekannteste Buch von William Gibson, hab ich schliesslich bis heute nicht fertiggelesen — und das will bei mir wirklich was heissen).
Das schöne an der Mustererkennungs-Story ist ja, das es eben erheblich weniger Science Fiction ist als seine älteren Dinge.
Gerade mit der Sprawl-Triologie ist die Zeit nicht wirklich gnädig umgegangen, und auch die Short Stories über russische Kosmonauten wirken als alternative Realitätsgeschichten eben nicht halb so gut wie damals in den finsteren 80ern. Was ich aber ohne Bedenken empfehlen kann ist der Bücherzyklus um die Brücke, also “Idoru”, “Virtual Light” und jener dritter Band, dessen Name mir gerade entfallen ist.