Archiv für Dezember 2005

Neues Meme

Samstag, 31. Dezember 2005
In the year 2006 I resolve to:
Get an invisible friend.
Get your resolution here

Ich hoffe, ihr habt die Weihnachtsfeiertage unbeschadet ueberstanden und kommt gut ins neue Jahr (und ich hoffe, es friert heute nacht nicht — sonst wird das definitiv ein Rutsch, aber wohl kein guter…)!

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Schokoladenmuseum in Köln

Dienstag, 20. Dezember 2005

Ich hatte das Schokoladenmuseum in Kön ja schonmal erwähnt; im Foodblog gibt’s jetzt auch einen Eintrag dazu.
Schokoladenbrunnen
Im Dezember ist ein Besuch übrigens nicht zu empfehlen; ich habe den Verdacht, dass jede Menge Mütter die LehrerInnen ihrer Kinder überredet haben, doch mal eine Ausflug dorthin zu machen (und ihren Kindern gesteckt haben, dass Pralinen ein tolles Weihnachtsgeschenk sind). Dementspreched überlaufen ist es dort momentan auch…

Was ist das?

Samstag, 17. Dezember 2005

???
Loesung hier.

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Dodekaeder als Tischkalender

Freitag, 16. Dezember 2005

Wer mal wieder ein Bastelprojekt sucht: hier gibt es eine Faltvorlage fuer einen Dodekaeder mit Jahreskalender drauf. Sprache, Wochenanfang etc. sind einstellbar; wer sich die Postscript-Datei (Alternative: PDF) runterlaedt, kann auch noch Feiertage eintragen. Sehr nett.

Dodekaeder mit Kalender fuer 2006

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Neu: Foodblog

Freitag, 16. Dezember 2005

Nachdem hier ja schon immer wieder mal Rezepte aufgetaucht sind und Andreas zwar immer mal wieder ein Bier-Blog angekuendigt hat, da aber dann doch nie was draus wurde, habe ich heute mal wieder WordPress installiert. Ergebnis: The Munchies Blog.

The Munchies Blog

Jetzt muss ich “nur” all diejenigen, die auf der Suche nach Essbarem hier landen, weiterschicken. Und das sind sogar viel mehr, als ich gedacht haette. Je nach Google-Karma ist mein Hähnchencurry-Posting sogar auf Platz 4, 5 oder auch mal 6 bei Google.

Kann mir uebrigens mal jemand erklaeren, warum die Position eines Treffers in der Google-Trefferliste bei _derselben Anfrage_, die um _dieselbe Zeit_ (plus/minus ein paar Sekunden) durchgefuehrt wird, trotzdem nicht dieselbe ist?

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Edward R. Tufte: The Visual Display of Quantitative Information

Montag, 12. Dezember 2005

The Visual Display of Quantitative InformationNachdem ich immer mal wieder über Verweise auf Edward R. Tufte gestolpert bin, hab ich mir neulich das einzige seiner Bücher, das ich in der Unibib finden konnte, ausgeliehen: The Visual Display of Quantitative Information. Das Buch hat knapp 200 Seiten, die sich aber dank sehr guter Gestaltung problemlos an einem Abend lesen lassen.

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • Part I: Graphical Practice
    1. Graphical Excellence
    2. Graphical Integrity
    3. Sources of Graphical Integrity and Sophistication
  • Part II: Theory of Data Graphics
    1. Data-Ink and Graphical Redesign
    2. Chartjunk: Vibrations, Grids, and Ducks
    3. Data-Ink Maximization and Graphical Design
    4. Multifunctioning Graphical Elements
    5. Data Density and Small Multiples
    6. Aesthetics and Technique in Data Graphical Design
  • Epilogue: Designs for the Display of Information

Die wichtigsten Aussagen des Buches lassen sich in diesen drei Zitaten zusammenfassen:

For non-data-ink, less is more.
For data-ink, less is a bore.

Graphical elegance is often found in simplicity of design and complexity of data.

Attractive displays of statistical information

  • have a properly chosen format and design
  • use words, numbers, and drawing together
  • reflect a balance, a proportion, a sense of relevant scale
  • display an accessible complexity of detail
  • often have a narrative quality, a story to tell about the data
  • are drawn in a professional manner, with the technical details of production done with care
  • avoid content-free decoration, including chartjunk

Fazit: Dieses Buch sollte von allen gelesen werden, die professionell auch nur im Entferntesten mit Visualisierung von Daten zu tun haben. Auch wer nicht allen Aussagen uneingeschränkt zustimmt, wird beim Erstellen des nächsten Diagramms vermutlich ein paar Gedanken mehr investieren. Und damit hoffentlich dem Ziel einer jeden Infographik etwas näher kommen: Die dargestellten Daten und ihre Zusammenhänge so gut wie möglich, so schnell wie möglich auf so wenig Platz wie möglich den LeserInnen zu vermitteln.

Und zum Weiterlesen hier noch ein paar Links zum Thema Präsentation/Visualisierung:

Dass du paranoid bist, …

Sonntag, 11. Dezember 2005

…heisst bekanntlich nicht, dass sie nicht hinter dir her sind…

ich kann Svenja da nur zustimmen — meine erste Reaktion darauf, dass yahoo! del.icio.us gekauft hat, war: ein Backup meiner Bookmarks anzulegen. Jetzt wird’s wohl doch mal Zeit, mir Scuttle naeher anzusehen.

Interaction Design — Beyond Human-Computer Interaction

Sonntag, 4. Dezember 2005

Interaction DesignNeulich in der Unibib gesehen und ausgeliehen: Interaction Design — Beyond Human-Computer Interaction von Jennifer Preece, Yvonne Rogers und Helen Sharp. Von den Autorinnen konzipiert als breit gefasste Einführung in alles, was mit Mensch-Maschine-Interaktion zu tun hat, soll das Buch ein thematisch sehr breites Spektrum abdecken. Aus dem Inhaltsverzeichnis:

  • What is interaction design?
  • Understanding and conceptualizing interaction
  • Understanding users
  • Designing for collaboration and communication
  • Understanding how interfaces affect users
  • The process of interaction design
  • Identifying needs and establishing requirements
  • Design, protoyping and construction
  • User-centered approaches to interaction design
  • Introducing evaluation
  • An evaluation framework
  • Observing users
  • Asking users and experts
  • Testing and modeling users
  • Design and evaluation in the real world: communicators and advisory systems

Nun ist das Buch bei weitem nicht das erste zu diesem Themenbereich, das ich gelesen habe — beim Durchblättern hatte ich gehofft, “das eine Buch, in dem alles steht” gefunden zu haben. Leider haben sich die Autorinnen so sehr auf die Breite konzentriert, dass es an der Tiefe fehlt.

Als Zielgruppe nennen die Autorinnen: Studierende der Informatik, Informationswissenschaften, Psychologie und Soziologie; Entwickler und Anwender von Webseiten und Software; Forscher. Ich vermute, dass die einzigen aus diesem Kreis, für die “Interaction Design” genau die richtige Breite und Tiefe von Material enthält, die Soziologiestudierenden und die Anwender sind — und genau diese werden das Buch wohl nicht lesen wollen, weil es sie schlicht und einfach nicht interessiert (und weil für diese wohl die Menge deutlich zuviel und der Stil zu schulbuchmäßig ist).

Fazit: als gründliche Einführung für jemanden ohne Vorkenntnisse wohl geeignet, aber sonst lieber Finger weg. Schade eigentlich; didaktisch haben die Autorinnen sich nämlich sehr viel Mühe gegeben und auflockernde Elemente wie Praxisbeispiele, Aufgaben und Interviews mit Usability-Profis eingebaut.

Das gute Buch zum Thema habe ich also immer noch nicht gefunden; eine gute Auswahl ist meiner Meinung nach folgende:

  1. User Interface Design for Programmers von Joel Spolsky — für “Ich will, dass meine Programme/Webseiten ab morgen benutzbarer sind”. Pflichtlektüre für alle EntwicklerInnen.
  2. The Design of Everyday Things von Don Norman — für “Ich will wissen, warum sich Leute über sowas überhaupt Gedanken machen. Abgesehen davon betrifft mich das alles ja gar nicht, ich produziere ja Türklinken”. Pflichtlektüre fuer alle, die keinen Videorekorder benutzen können. Und auch für die, die behaupten, das doch zu können ;)
  3. Paper Prototyping von Carolyn Snyder — für “Ich will mir Feedback von den Anwendern meiner Programme/Webseiten holen, am besten schon während der Entwicklung”. Pflichtlektüre für alle EntwicklerInnen, die das Spolsky-Buch gelesen haben und Ideen für die praktische Umsetzung haben möchten. Und für alle, die mir nicht glauben, dass Usability Testing wie ein Pen&Paper-Rollenspiel sein kann.

User Interface Design for ProgrammersThe Design of Everyday ThingsPaper Prototyping

Reiner Knizia: Einfach Genial

Sonntag, 4. Dezember 2005

Einfach GenialZum Geburtstag geschenkt bekommen und jetzt endlich auch mal ausprobiert: Einfach Genial von Reiner Knizia. Die Spielidee ist im Prinzip sowas wie hexagonales Domino, wobei es allerdings ein Spielbrett gibt und die Steine statt Zahlen farbige Markierungen haben. Jeder Spieler hat 6 Steine auf einem Baenkchen a la Scrabble und muss pro Zug genau einen Stein legen (und dann einen nachziehen). Gepunktet wird dann nach jedem Zug im Hex-Gitter. Ok, das braucht wohl ein Beispiel ;)
Angenommen, die Situation sieht im Moment so aus (das Spielbrett ist natuerlich groesser):

Ausgangssituation

Eine Moeglichkeit fuer den aktuellen Stein ist in dieser Situation dann folgende:

Situation nach Legen des Steins

Fuer beide Teil-Steine des gerade gelegten werden in allen 5 Richtungen (6 Seiten minus die “Naht” mit dem anderen Teil-Stein) die Laengen der ununterbrochenen Linien gleicher Farbe aufaddiert. Im Beispiel oben bekommt der Spieler also 2 Punkte fuer gruen (die Punkte werden auf einem Extra-Brett pro Spieler nach Farbe getrennt gezaehlt).

Ich hab’s bisher nur zweimal gespielt, davon einmal in der Solo-Variante, und es gefaellt mir ziemlich gut. Es ist gar nicht so einfach, im Blick zu behalten, dass das _Minimum_ der Punkte ueber die Farben zaehlt… Und tricky wird es natuerlich, wenn das Brett sich so langsam fuellt und man partout keine Steine in der Farbe bekommt, die man am meisten braeuchte. Mit ein bisschen mehr Uebung kann man vermutlich auch gemeine Strategien entwickeln, um die Mitspieler so gut wie moeglich zu aergern — schliesslich sieht man ja, welche Farbe(n) bei denen jeweils am weitesten zurueckliegen.

Von der Ausstattung her haette ich lieber Spielsteine aus Holz statt Plastik. Ansonsten ist es teilweise etwas schwierig, die Farben auseinander zu halten — die Steine haben zum Glueck sowohl eine Farbmarkierung als auch ein Symbol, aber bei den Holzkloetzchen zum Punktezaehlen muss man schon genau hinschauen, um Gelb und Orange zu unterscheiden.

Insgesamt hat das Spiel seine Auszeichnungen wohl verdient (Liste kopiert von Amazon): Spiel des Jahres (Nominierungsliste 2004), Deutscher Spielepreis (Platzierung 2004), Spiel der Spiele (2004).