Archiv für Januar 2006

Lebe noch

Dienstag, 24. Januar 2006

Für alle, die sich wundern, warum ich momentan schlecht erreichbar bin: Ich bin seit Samstag und noch bis Donnerstag in Stockholm. Es ist eine sehr nette Stadt, allerdings könnte es ruhig etwas wärmer (und etwas weniger windig) sein. Insbesondere ist es zu kalt und zu dunkel zum Fotografieren. Ein paar Bilder kommen aber noch.

Schonmal ein kleiner Touristen-Tip: Im Chokladkoppen (Stortorget, Gamla Stan) gibt’s den besten Kakao, den ich je getrunken habe :)

Howto: einen Telekom-Anschluss kündigen

Freitag, 20. Januar 2006

Man braucht:

  • einen oder mehrere Telekom-Anschlüsse, den/die man abmelden möchte
  • Internet-Zugang
  • Papier und Stift
  • jede Menge Geduld

Ich werde demnächst umziehen. Aus haarigen Gründen (nein, es ist nicht nur “ein bisschen” schimmelig in der Wohnung) sogar sehr viel demnächster als eigentlich geplant, um genau zu sein in einer Woche. Also wollte ich meinen Telefon- und meinen DSL-Anschluss kündigen. Gar nicht so einfach. Hier eine kurze Anleitung.

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Nettes Café: Edward’s in Dortmund

Mittwoch, 18. Januar 2006

Jörg hatte mir vor einiger Zeit mal das Edward’s in Dortmund als nettes Café empfohlen. Andreas und ich waren neulich mal da und ziemlich begeistert: kaum verqualmt, sehr guter Kaffee (laut Andreas zumindest), die übliche Auswahl an Kuchen, Donuts und Muffins, zusätzlich noch Sandwiches und Bagels, nette Einrichtung, nah an der Innenstadt — was will man mehr ;)

Nunja, eins will man mehr: Internet. Am besten umsonst. Letztes Mal hatten wir keinen Laptop dabei, aber ich hatte einen “Dokom Hotspot”-Aufkleber gesehen, und es saßen auch recht viele Leute mit Laptops herum. Heute haben wir dann beide mal unsere Laptops mitgenommen, und siehe da: das Dokom-Netz geht zwar nur mit Login, aber das Edward’s hat sein eigenes offenes WLAN. Vorbildlich!

Und nach 18h gibt’s auch “richtiges” Essen.

Edward’s; Berswordthalle im Stadthaus; Dortmund

Neil Gaiman: Stardust

Mittwoch, 18. Januar 2006

“And are you her slave forever?”
“Not forever,” and at that the faerie girl smiled. “I gain my freedom on the day the moon loses her daughter, if that occurs in a week when two Mondays come together.”

StardustWenn man sich das Regal mit den englischen Büchern in den meisten Buchläden zur Zeit ansieht, kriegt man leicht den Eindruck, dass da jemand versucht, Neil Gaiman zu pushen. Nach dem ganzen Theater um Dan Brown war ich deswegen erstmal sehr skeptisch. Aber wenn mir jemand ein Buch in die Hand drückt und sagt “lies mal”, kann ich ja selten widerstehen.

Gestern abend war das Stardust von Neil Gaiman. Die Geschichte spielt, ähnlich wie Jonathan Strange & Mr Norrell, im viktorianischen England, bzw. eher zu dieser Zeit in Faerie, der Feenwelt.

Victoria Forester verspricht, Tristran Thorn jeden Wunsch zu erfüllen, wenn er ihr den Stern bringt, den sie gerade hat fallen sehen. Also macht Tristran sich auf den Weg. Leider ist er nicht der einzige, der Interesse an diesem Stern hat…

Gute Handlung, teilweise auch ziemlich spannend, mit ein paar Überraschungen gegen Ende (wie es sich halt für eine gute Geschichte gehört), und wirklich nett geschrieben. Ein wunderbares Buch. “It kind of leaves you with a warm, fuzzy feeling inside”, meinte Andreas. Stimmt. Dies ist die Sorte Buch, die ich gern illustrieren würde, wenn ich dazu auch nur ein bisschen Talent hätte…

Übrigens ist das derselbe Neil Gaiman, der zusammen mit Terry Pratchett Good Omens geschrieben hat.

And there was a voice, a high clear, female voice which said, “Ow,” and then, very quietly, it said “Fuck,” and then it said “Ow,” once more.
And then it said nothing at all, and there was silence in the glade.

Fortsetzung zu Jonathan Strange & Mr Norrell

Dienstag, 17. Januar 2006

An diejenigen, die auf meiner Seite (meist hier) landen, wenn sie nach “Susanna Clarke” und “Fortsetzung” googeln: laut der Webseite zum Buch wird es zwar ein “nächstes Buch” geben, das auch in derselben Welt spielt wie Jonathan Strange & Mr Norrell, aber das wird keine direkte Fortsetzung werden. Das Buch wird ein paar Jahre nach dem Ende von Jonathan Strange & Mr Norrell anfangen, und es wird sowohl neue Charaktere geben als (zumindest wahrscheinlich) auch Wiedersehen mit einigen der Charaktere aus Jonathan Strange & Mr Norrell.

Und ja, es sind so viele Leute, dass sich dieser Eintrag lohnt.

Video+Audio aufnehmen unter Linux

Montag, 16. Januar 2006

Da habe ich ja nun eine Webcam, die sogar unter Linux (Ubuntu) läuft. Naiv wie ich manchmal bin, dachte ich mir, dass es doch eigentlich ganz einfach sein muss, damit ein Filmchen aufzunehmen. “Bestimmt gibt’s da schon jede Menge Programme für”, dachte ich mir. Naja.

Also, es gibt camorama. Das zeigt auch wunderbar an, was die Kamera gerade sieht. Allerdings kann man damit kein Video aufnehmen, sondern nur JPG-Schnappschüsse.

Ok, nächster Versuch: Cupid. Da sieht zumindest schonmal die Beschreibung gut aus. Leider hat es nicht nur eine ziemlich unbenutzbare Benutzungsoberfläche (man sollte sich schon mit Videocodecs auskennen, um da durchzublicken), sondern es tut auch nicht mit meiner Kamera.

Nachdem das also alles nichts war, habe ich mich an einen Eintrag neulich auf planet debian erinnert, in dem Ross Burton genau so ein Tool sucht und mal so eben nebenbei erwähnt, dass eine GStreamer-Pipeline es ja vermutlich tun würde. Hm. Was auch immer das ist.

GStreamer ist ein Video- und Audio-Framework, das mich mit wirklich guter Doku überrascht hat. Eine GStreamer-Pipeline ist quasi ein Container für Dinge, die etwas mit Audio- und Videodaten machen: aufnehmen, enkodieren, in eine Datei schreiben, aus einer Datei lesen etc. In einer Pipeline hängt man diese Dinge aneinander, und dann fließen die Daten da halt durch. Man muss dann “nur” noch rausfinden, was man wie hintereinanderhängen muss, aber dafür gibt es sogar einen graphischen Editor (der aber anscheinend nur mit den einfachsten Fällen klarkommt). Ich hab dann doch eine ganze Weile basteln müssen, bis ich’s hingekriegt hab. Jetzt läuft es soweit, allerdings habe ich noch einige Probleme mit der Bildqualität (vor allem mit der Helligkeit und dem Kontrast).
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Baustelle

Dienstag, 10. Januar 2006

Ich bin grad dabei, an meinem Blog herumzukonfigurieren. Daher kann es sein, dass in den nächsten Tagen ein paar Dinge nicht so ganz funktionieren oder sehr merkwürdig aussehen. Das wird aber wieder, versprochen ;)

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Terry Pratchett: The Amazing Maurice and his Educated Rodents

Dienstag, 10. Januar 2006

The Amazing Maurice and His Educated RodentsMal wieder ein Kinderbuch von Terry Pratchett? Obwohl ich A Hat Full of Sky und The Wee Free Men sehr mag, hat mich bei The Amazing Maurice and His Educated Rodents irgendwie immer der Titel abgeschreckt (erschienen ist es ja schon 2003). Gestern habe ich es jetzt doch mal gelesen, und (ich hätte es wissen sollen, schließlich ist es ein Pratchett-Buch): es ist sehr nett.

Die Zusammenfassung sagt:

A talking cat, intelligent rats, and a strange boy cooperate in a Pied Piper scam until they try to con the wrong town and are confronted by a deadly evil rat king

Wie in vielen seiner Bücher schafft Pratchett es auch hier, in diesen Plot noch gesellschaftskritische Betrachtungen (inklusive einer wunderbaren Darstellung von der Arbeit in einem Kommittee) einzubauen und sich über Kinderbücher à la Pu der Bär und Fünf Freunde (sinngemäßes Zitat: “Das einzige, was sie bedauerte, war, dass sie nicht vier Kinder und ein Hund waren. Dies schien die geeignete Anzahl für ein Abenteuer zu sein.”) lustig zu machen.

Also: definitiv lesenswert. Über “Kinderbuch” bin ich mir noch nicht so ganz sicher, aber schließlich hatten wir ja damals auch alle Spaß an Asterix.

Klammeraffe

Montag, 9. Januar 2006

Ich habe grade so nebenbei erfahren (kommt davon, wenn man mit einem Schweden zusammenwohnt), dass der Klammeraffe auf Schwedisch drei ebenfalls sehr knuffige Namen hat: snabel-a (”Rüssel-A”), alfasnok (”Alpha-Schlange”) und kanelbulle (”Zimtschnecke”). Nett :)

weitere lustige Namen (auch für andere Zeichen — besonders schön ist die Blumenkohltaste)

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