Archiv für April 2006

“Don’t leave me this way”

Donnerstag, 27. April 2006

“Don’t leave me this way” — das steht auf der einzigen Tür von einem der Aufzüge in der EF 50 (einem Gebäude an der Uni Dortmund). Find ich sehr nett, und wenn ich nicht immer meine Kamera vergessen hätte, würde ich auch ein Foto davon hochladen.

Man könnte nun gemeine Dinge darüber schreiben, ob sich das auch darauf anwenden lässt, dass ich heute mein Informatik-Studium mit einer Psychologie-Prüfung abgeschlossen habe. Das lass ich jetzt aber. Jedenfalls bin ich jetzt Diplom-Informatikerin :)

Und: darf ich jetzt den Giant Hat of Cleverness tragen…?

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Firefox: Neues Tab statt neuem Fenster öffnen lassen

Mittwoch, 26. April 2006

Was ist das Problem?

Viele Webseiten öffnen Links in einem neuen Fenster. Meist sind das externe Links, und das neue Fenster soll wohl dazu dienen, dass man irgendwann wieder zur verlinkenden Seite zurückfindet. Allerdings führt das dazu, dass man im Zweifelsfall am Ende x Browserfenster vor sich hat und nichts mehr wiederfindet.

Genervt hat mich das schon ewig, aber eben habe ich endlich nach einer Lösung gesucht (und sie auch gefunden…).

Die Lösung

Zumindest im Firefox 1.0.8 (die Versionsnummer steht z.B. hier: Hilfe → Über Mozilla Firefox) geht’s so:

  1. In der URL-Zeile about:config eingeben (ohne http: oder Leerzeichen oder sonstwas).
  2. In der Filter-Zeile browser.tabs.showSingleWindowModePrefs eingeben.
  3. Auf der dann markiert erscheinenden Zeile, die mit browser.tabs.showSingleWindowModePrefs anfängt, doppelklicken (oder Rechtsklick → Umschalten).
  4. Jetzt gibt’s in Bearbeiten → Einstellungen → Erweitert unter Tabbed Browsing eine neue Einstellung: “Links, die das Öffnen eines neuen Fensters erzwingen, öffnen in”. Diese umstellen auf “in einem neuen Tab” — fertig :)

Zylindrex beziehungsweise Struktupel - Fachliteratur macht Spaß

Donnerstag, 20. April 2006

Der Literaturhinweis für einen Teil meiner Prüfung bestand, durchaus passend zu meinen Vorurteilen, aus “Lesen Sie mal dieses Buch”. Zur Abwechslung also mal deutsche Fachliteratur, und dann ja auch noch in Psychologie. Nicht gerade das, was ich so gewohnt bin.

Und es erfüllt auch noch ein paar weitere meiner Vorurteile. Zuerst einmal werden lustig Wörter erfunden. Ich hab noch nicht so ganz verstanden, was der Unterschied zwischen einem Zylinder und einem Zylindrex sein soll, zum Beispiel. Außer, dass ein Zylindrex wohl aus mehreren Radex-Scheiben besteht. Und eine Radex-Scheibe ist eine Scheibe. Oder so. Und Struktupel sind Teilstrukturen von irgendwas, wenn ich das richtig verstanden hab. Weiß nicht so recht, wo das “-tupel” herkommt — ich dachte ja immer, davor stünde entweder gar nix oder die Stelligkeit des Tupels…

Aber eins nervt mich gewaltig, und das ist der inflationäre Gebrauch von “beziehungsweise” (und dieses Phänomen ist nicht auf das eine Buch beschränkt). Laut Wiktionary gibt es zwei Verwendungsarten für “beziehungsweise”:

[1] genauer gesagt
[2] und im anderen Fall

Meiner Meinung nach ist Fall (1) ganz einfach schlechtes Deutsch und dient nur dazu, den Satz aufzublasen. Wenn man in geschriebenem Deutsch ein “genauer gesagt” verwendet, dann sollte man in 95% der Fälle einfach direkt genauer sagen, was man denn sagen möchte. Meist wird es auch nur anstelle von “oder” verwendet — was wohl nicht wichtig genug klingt.

Wiktionary hat übrigens ein schönes Beispiel für Fall (2): “Sie kraulte ihrem Hamster und Wellensittich oft das Fell beziehungsweise die Federn.” Genau: dem Hamster wird das Fell gekrault, dem Wellensittich die Federn. Und das “beziehungsweise” stellt klar, dass es genaus so rum ist und nicht etwa umgekehrt. Oder auch “Anna und Maria sind acht beziehungsweise vier Jahre alt” — ganz klar, Anna ist also die Ältere von den beiden.

Ganz schlimm wird’s, wenn Leute “beziehungsweise” im Fall (1) in jedem zweiten Absatz verwenden — aber Sätze, in denen ein “beziehungsweise” à la (2) durchaus helfen würde, völlig vermurksen. Ein schönes Beispiel für diese Verwirrungstaktik: “Aus wissenschaftstheoretischer Sicht lassen sich wissenschaftliche Begriffe in Beobachtungsbegriffe und theoretische Begriffe bzw. Konstrukte unterteilen.” Preisfrage: ist “theoretischer Begriff” nun ein Synonym von “Konstrukt”?

Bilderrätsel

Dienstag, 18. April 2006

Meine Mutter ist vor einer Weile umgezogen. Als ich das erste Mal in ihrem Bad war, kam mir die Fliesen-Bordüre ziemlich komisch vor.

Fliesen-Bordüre

Hat ne Weile gedauert, aber dann hab ich auch verstanden, warum. Ich glaube, es war stattdessen so gemeint. Kommt davon, wenn der Vermieter meint, er sei ja handwerklich geschickt und könne das alles selber machen…

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Ein Osterei an überraschender Stelle

Montag, 17. April 2006

Gestern abend auf dem Weg nach Hause kam mir doch glatt ein Bus entgegen, auf dem statt “Dienstfahrt” stand: “FC Schalke 04″ (sorry, kein Foto — beim Autofahren fotografiert sich’s so schlecht)…

Und wer nicht versteht, was das mit Ostereiern zu tun hat, lese dies hier.

“Expired Date Prints On The Bottom”

Mittwoch, 12. April 2006

Das ist doch mal ein schönes Spiel: Fresspakete-Tauschen. Man schickt eins weg und bekommt eins zurück, und in letzterem sind dann jede Menge lustige Dinge drin :) In meinem Fall: man bekommt eins mit ganz vielen koreanischen Dingen und ohne Gebrauchsanleitung zurück und muss dann erstmal Leute fragen, die sich besser mit sowas auskennen…

Augenkrebs made by DHL

Montag, 10. April 2006

Ich habe neulich aus gegebenem Anlass ein Pluspäckchen gekauft. Wer auch immer die Motive für die Wertmarken entworfen hat, gehört geschlagen. Feste. Kleines Beispiel (”Standard-Marke Deutschland”):
Bildausschnitt Wertmarken-Motiv
Und nein, die anderen Motive sind nicht besser. Aber immerhin haben sie eine Frauenquote von 1/6 auf den Standardmotiven. Und ich dachte schon, Pluspäckchen wären nur für Männer.

Bessere Kommentar-Darstellung (?)

Sonntag, 9. April 2006

Eben habe ich mal wieder an meinem Blog gebastelt: Diesmal habe ich das Kommentar-Layout in meinem Blog geändert. Und zwar habe ich die Reihenfolge so umgebaut, dass jetzt zuerst der Kommentar-Text kommt und danach erst Informationen wie AutorIn und Datum — sowohl im Kommentar-Formular als auch in der Anzeige der Kommentare.

Die Idee kam von diesem Blogeintrag (und den dazugehörigen Kommentaren): Anscheinend sind Menschen eher bereit dazu, demographische Daten in Umfragen anzugeben, nachdem sie ihre Meinung zu Dingen ausdrücken konnten — darum fragen Leute, die Telefonumfragen durchführen, immer erst am Ende nach persönlichen Angaben. Nicht dass ich das aus eigener Erfahrung wüsste — ich leg bei sowas ja immer sofort auf…

Mir gefällt allerdings eine andere Erklärung besser: Wenn ich jemandem einen Zettel schreibe à la “Habe Kapitel 4 korrekturgelesen. Lass uns bei Gelegenheit mal darüber reden.” — dann schreibe ich auch erst den Text und dadrunter erst meinen Namen und vielleicht auch noch das Datum. Und ich finde, Blog-Kommentare sind hinreichend ähnlich, dass das da auch sinnvoll ist.

Noch etwas, das mir zu diesem Thema einfällt: Eigentlich sollte doch wohl der wichtigste Teil eines Kommentars zuerst kommen. Mich nerven Blogs ganz furchtbar, in denen die vorherrschende Kultur anscheinend eine von “juhu, ich bin noch unter den ersten 10 Kommentatoren — hab zwar nix zu sagen, aber egal” ist. Genauso schlimm finde ich Kommentare, die ganz offensichtlich nur deswegen geschrieben wurden, damit der Kommentar-Autor einen Link zu seiner eigenen Seite unterbringen konnte. Vielleicht hilft die Text-vor-Autor-Anordnung ja zumindest ein bisschen, klarzustellen, dass das was wichtiger ist als das wer.

Mens Version 1.1

Mittwoch, 5. April 2006

Vor ein paar Tagen habe ich eine neue Version von Mens hochgeladen — diese Version sollte, im Gegensatz zu der davor, tatsächlich auch benutzbar sein. Nachdem die Leute von SourceForge endlich ihre Probleme mit dem CVS-Server behoben haben, konnte ich heute auch die Webseite entsprechend aktualisieren. Jetzt brauche ich jede Menge Testerinnen (Tester dürfen natürlich auch). Wer es schafft, Mens zu installieren, darf zur Belohnung ihr/sein Handymodell in diese Liste eintragen ;) Achso: Natürlich gibt’s auch Listen für Bugs und für Feature-Wünsche.

Was ist Mens? Ein Menstruationskalender für Java-fähige Handys (und PDAs etc), der einfach nur das ist. Und nicht noch diverse andere Dinge tut wie fruchtbare Tage berechnen oder Kaffee kochen oder was auch immer.

In der nächsten Version wird dann auch nicht nur die Anzahl der Tage seit dem Beginn der letzten Periode und der durchschnittliche Abstand zwischen zwei Startdaten angezeigt, sondern zusätzlich noch eine Liste aller gespeicherten Startdaten. Ist jedenfalls geplant. Wer Tips für mich hat, wie ich in MIDP 1.0 ein Datum formatieren kann, möge mir bitte Bescheid sagen. Date#toString() liefert jedenfalls erst ab MIDP 2.0 ein brauchbares Ergebnis.