Archiv für Mai 2006

Eigentlich bin ich grad nicht da

Samstag, 27. Mai 2006

Falls sich irgendwer wundert, dass man in der letzten Woche so wenig von mir gehört hat: ich bin seit letztem Samstag in Schweden, genauer gesagt in Kungälv (ein bisschen nördlich von Göteborg, also an der schwedischen Westküste). Eigentlich haben wir hier nur Internet per Modem, deswegen war ich bis auf kurz-mal-Mails-checken bisher nicht online. Da beim Reboot mein Laptop beschlossen hat, das offene WLAN irgendwelcher Nachbarn zu mögen, kann ich jetzt doch mal ohne schlechtes Gewissen bloggen ;)

Bisher hab ich 2.-Wahl-Kekse gekauft, Mittelalterzeugs in Lödöse angeschaut (und weniger Dinge gekauft als ich gern gekauft hätte…), bin Achterbahn gefahren in Liseberg (um die Hasenohren bin ich so gerade noch drumrumgekommen), habe Landtiere in Nordens Ark und Wassertiere in Havets Hus bestaunt, bin in Göteborg rumgelaufen und habe Andreas’ Familie wiedergesehen/kennengelernt. Urlaub :) Achso, und ab nächste Woche Donnerstag bin ich wohl wieder öfter online (nur für den Fall, dass mich irgendwer vermisst…).

Siehe übrigens auch hier. Fotos gibt’s auch.

Reisewarnungen für Juni und Juli

Donnerstag, 18. Mai 2006

Demnächst wird ja bekanntermaßen Deutschland vom großen Wahnsinn überfallen. Wer im Juni/Juli mit dem Zug durch Deutschland fahren wird oder sogar das große Pech hat, nah an einem Spielort zu wohnen, hätte da wohl gern eine Übersicht, wann man lieber nicht wo sein sollte.

Dummerweise scheinen die existierenden Spielpläne ausschließlich für Fußballfans gedacht zu sein: Überall steht was von irgendwelchen Gruppen, Ländern, Phasen, Viertelfinale, weiß-der-Geier. Ausgewiesene WM-Muffel wie mich interessiert das nun wirklich nicht.

Ich hab mir deswegen eben mal die Mühe gemacht und eine Seite mit Spieltagen und -orten zusammengebastelt: Alle Spiele mit Tag, Ort und Anpfiffzeit, sortiert einmal nach Tag und einmal nach Ort. Viel Spaß damit.

Joshua Marinacci, Chris Adamson: Swing Hacks

Sonntag, 14. Mai 2006

Swing Hacks. Tips & Tools for Building Killer GUIsSwing Hacks stand schon eine ganze Weile auf meiner “sieht interessant aus”-Liste. Neulich hab ich es mir dann tatsächlich mal gekauft.

Beschrieben wird es, passend zum Rest der “Hacks”-Serie von O’Reilly, so:

Swing Hacks helps Java developers move beyond the basics of Swing, the graphical user interface (GUI) standard since Java 2. (…) This latest title from O’Reilly is a reference to the cool stuff in Swing. It’s about the interesting things you learn over the years–creative, original, even weird hacks–the things that make you say, “I didn’t know you could even do that with Swing!”

Leider bin ich von dem Buch eher enttäuscht, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Es gibt zu viele Hacks, die angeblich in Java 5 “direkt” (also ohne Verbiegen und Rumtricksen) möglich sind. Nun ist das Buch zwar von Juni 2005, aber auch da gab es Java 5 schon. Sicher, viele EntwicklerInnen müssen vermutlich noch Code für Java 1.4 schreiben (weil man dem Kunden ein Update nicht zumuten kann/möchte oder warum auch immer), aber wenigstens ein “und zwar geht das unter Java 5 folgendermaßen” wär schon nett gewesen.
  • Die Beschreibungen der meisten Hacks sind anscheinend an Leute gerichtet, die sich nicht wirklich mit Swing auskennen. Das erweitert zwar naturgemäß die Zielgruppe — aber andererseits fand ich es dadurch sehr anstrengend zu lesen, weil ich immer die “und in der For-Schleife gehen wir dann durch alle Komponenten und machen sie durchsichtig”-Beschreibungen trennen musste von der eigentlichen Idee. Wer sich halbwegs mit Swing auskennt, wird vermutlich mit dem Beispiel-Code alleine schon recht weit kommen.
  • Und damit komme ich zum nächsten Punkt: Wenn man nur den Beispiel-Code runterlädt und das Buch nicht kauft, investiert man das dadurch gesparte Geld am Besten direkt in ein gutes GUI-Design/Usability-Buch (z.B. User Interface Design for Programmers — siehe auch hier). Bei etlichen von den Hacks ist es zwar tatsächlich so, dass ich gedacht hab “oh, hätte nicht gedacht, dass das mit Swing geht” — andererseits wär ich auch im Leben nicht auf die Idee gekommen, dunkelblaue Tooltips mit abgerundeten Ecken und gelbem Rand in mein Programm einzubauen. Da seh ich nun wirklich den Mehrwert nicht, und die Beispielprogramme sehen dementsprechend auch eher schrecklich aus.
  • Und, last but not least: die Code-Qualität hält sich teilweise auch eher in Grenzen. Besonders ärgerlich finde ich Absätze wie “so würde man das in echten Programmen natürlich nie machen, aber wir zeigen das jetzt hier mal so”. Klar, und alle, die den Beispielcode übernehmen, reparieren das dann. Na sicher.

Trotz allem habe ich ein paar der Hacks direkt in meinem letzten Projekt eingesetzt, und ein bisschen dazugelernt hab ich auch.

Fazit: Zumindest die Liste der Hacks und der Beispiel-Code sind als Anregungen nützlich. Meiner Meinung nach lohnt es sich aber leider nicht, dafür das Buch zu kaufen.

Ein paar hilfreiche Java-Bibliotheken

Donnerstag, 11. Mai 2006

Einer der Gründe, warum ich in den letzten Tagen nicht gebloggt hab, wurde vorgestern auf dem Laptop der Kundin installiert: eine Fahrtenbuch-Software in Java.

Meine Mutter muss aus Steuergründen ein Fahrtenbuch führen und hatte mich ursprünglich deshalb um Excel-Hilfe gebeten. Ein bisschen googeln meinerseits hat dann allerdings dazu geführt, dass ich ihr selbst was programmiert hab: anscheinend gibt es mit Excel-Fahrtenbüchern durchaus mal Probleme mit dem Finanzamt.

Da man ja in papierbasierten Fahrtenbüchern nichts nachträglich ändern kann (und auch nicht am Ende des Jahres sich einfach irgendwas zurechtfantasieren), darf man auch in elektronisch geführten Varianten nicht nachträglich an den Einträgen rumpfuschen können. Was meine Mutter gar nicht glücklich gemacht hat — “und was ist mit Tippfehlern?” war die erste Frage…

Naja, letztendlich ist mir dann ein hoffentlich brauchbarer Zwischenweg eingefallen: Ein neu angelegter Eintrag kann so lange verändert werden, bis er gesperrt wird. Und das Sperrungsdatum steht dann auch im exportierten PDF. Wenn nun der/die BenutzerIn halbwegs direkt nach dem Eintragen sperrt, sollte das meiner Meinung nach den Anforderungen von Finanzamt-Seite genügen (Naja — halt dem, was ich so gerüchteweise im Netz gefunden hab. Im Finanzamt anrufen war mir dann doch zu nervig, und offiziell erfährt man darüber ja nichts).

Jedenfalls sind mir beim Programmieren ein paar Java-Bibliotheken über den WegBildschirm gelaufen (etliche davon übrigens auf dieser nützlichen Seite), die vielleicht der eine oder die andere meiner LeserInnen ganz gut gebrauchen können:

  • hsqldb, die Datenbank, die auch bei OpenOffice.org dabei ist. Gibt es sowohl als “klassische” standalone-Server-Variante oder dateibasiert (im zweiten Fall kann nur aus einer JVM gleichzeitig darauf zugegriffen werden — aber bei einer Desktop-Anwendung ist das ja keine Einschränkung).
  • iText, eine Bibliothek zum Erzeugen von PDF aus Java-Code heraus. Für alle, die keine Lust auf das Wirrwarr der Java Printing APIs haben und stattdessen lieber PDF-Export anbieten wollen. Aber Achtung: lieber erstmal mit dem Kunden klären, ob das so ok ist…
  • NachoCalendar, ein Kalender-Widget. Oder: so langsam wird’s meiner Meinung nach Zeit, dass Sun mal ein ordentliches GUI-Element zur Auswahl eines Datums in Swing integriert… Andererseits sind die Standard-Datumsklassen ja auch ziemlich furchtbar. Hier kann Joda helfen.
  • IzPack generiert aus einer XML-Datei mit Projektinformationen einen dieser Installations-Wizards à la Install Shield, die wir alle aus der Windows-Welt kennen und lieben… äh. Also, die wir alle aus der Windows-Welt kennen. Sehr nützlich, so lange Suns Classloader nicht mit verschachtelten jar-Dateien umgehen kann.

Die aufgelisteten Projekte sind übrigens alle frei und open source. Wer Interesse an dem Fahrtenbuch-Programm hat, melde sich bei mir (z.B. in den Kommentaren).

Schüttelreime aus Janoschs Traumstunde?

Donnerstag, 11. Mai 2006

Neulich beim Mittagessen hat mein Vater die Schüttelreime aus Janoschs Traumstunde erwähnt. So richtig oft haben mein Bruder und ich die Serie glaub ich gar nicht geschaut, aber die Schüttelreime, die (glaub ich) am Ende jeder Folge kamen, sind irgendwie hängengeblieben. Uns sind zusammen vier davon eingefallen (plus “in Ulm und um Ulm und um Ulm herum”, was zwar auch in der Sendung vorkam, aber gar kein Schüttelreim ist) — mein Vater meint aber, es wären zehn oder zwölf gewesen.

Hier sind die, an die wir uns erinnern:

  • Es klapperten die Klapperschlangen
    bis ihre Klappern schlapper klangen.
  • Es sprach der Herr von Rubenstein:
    “Mein Hund, der ist nicht stubenrein.”
  • Ins Teppichhaus die Käufer laufen,
    sie alle wollen Läufer kaufen.
  • Er fuhr auf einem Leiterwagen,
    auf dem Leitern und so weiter lagen.

Also: erinnert sich jemand von euch an weitere?

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Das obligatorische Katzenfoto

Dienstag, 2. Mai 2006

Katze auf Steinhaufen