Wochenende :)

Sonntag, 16. Juli 2006, 14:00 Uhr

Gestern waren Andreas und ich an einem See ca. 50km nördlich von Stockholm. Andreas ist mit einem Arbeitskollegen (und noch ein paar anderen Leuten) tauchen gegangen.

Taucher auf dem Weg ins Wasser

Leider war’s zu kalt zum Schwimmen (die Wassertemperatur war ok, aber an Land war’s recht kalt — und Schatten und Wind helfen da auch nicht gerade). Allerdings habe ich mich trotzdem nicht gelangweilt. Insbesondere, nachdem Andreas die Blaubeersträucher entdeckt hatte :)

Blaubeeren und Walderdbeeren

Die andere Hälfte der Ernte war zum Foto-Zeitpunkt allerdings schon in meinen Frühstückspfannkuchen gelandet ;)

Übrigens heißt Walderdbeere auf Schwedisch “smultron”, also völlig anders als Erdbeere (jordgubb). Allerdings hat da glaub ich eh jemand viel Spaß dabei gehabt, sich die schwedischen Beeren-Wörter auszudenken (anders als im Deutschen, wo die meisten ja einfach Irgendwas-Beere heißen). Man vergleiche jordgubb, hallon, blåbär, vinbär, smultron, hjortron, krusbär, björnbär, lingon mit Erdbeere, Himbeere, Blaubeere, Johannisbeere, Walderdbeere, Moltebeere, Stachelbeere, Brombeere, Preiselbeere. Allerdings heißt Kirsche “kirsbär”. Hm.

2 Kommentare Newsfeed für Kommentare

  1. ich habe mir im laufe der zeit eine sehr gute meinung von dir gemacht, deswegen hier eine ernste frage:
    wie findest du schweden als land für einen längeren - jahrlangen -z.B. studiumsaufenthalt? kann man/frau sich als deutsche, bayer dort einigermaßen wohl fühlen (etwa gesellschaft, kultur, sitten, politik, klima nicht zuletzt)?
    vielen dank im voraus!

  2. Hi Rike,

    ich find’s ehrlich gesagt etwas schwierig, deine Frage zu beantworten, ohne ein bisschen mehr Informationen über dich und darüber, was du in Schweden machen würdest, zu haben. Ich versuch’s trotzdem mal ;)

    So ganz pauschal ist Schweden ganz sicher für einen längeren Arbeits- oder Studienaufenthalt geeignet. Die allermeisten Leute sind auch zu Fremden sehr nett, haben Auslandserfahrung und sprechen sehr gut Englisch (und sind auch bereit, Englisch zu sprechen). Die Kultur unterscheidet sich nur in Details von der in Deutschland, und auch die Sicherheit ist ungefähr vergleichbar.

    Ein Nachteil ist, dass Schweden im Vergleich zu Deutschland ziemlich teuer ist.

    Bei “Sitten” und “Politik” bin ich mir nicht ganz sicher, wie du das meinst — also die Leute benehmen sich in meinen Augen halt “ganz normal” (sie kleben vielleicht etwas mehr an ihren Mobiltelefonen als ich’s gewohnt bin). Das allgemeine Vorurteil ist, dass Südschweden etwas mehr aus sich herausgehen als Nordschweden — was im Einzelfall sicher nicht immer stimmt.
    Der Alkoholverkauf ist staatlich geregelt, was dazu führt, dass alkoholische Getränke sehr teuer sind und nur nach teilweise sehr merkwürdigen Regeln gekauft werden können.

    Als Austauschstudi kriegt man von Politik üblicherweise genau soviel mit, wie man möchte.

    Das Klima ist zumindest im Süden ungefähr genauso wie in Norddeutschland; an der Küste ist es natürlich gern mal windig. Im Norden wird’s im Winter verdammt kalt und dunkel, dafür braucht man im Sommer dunkle Vorhänge (die Nacht ist da auch schonmal nur 2h lang).

    Viele Veranstaltungen/Studiengänge an den Unis sind auf Englisch; wenn du willst, kannst du also komplett ohne Schwedisch durchkommen. Viele Austauschstudis (auch in Deutschland und Neuseeland) bleiben eh unter sich. Allerdings wirst du dich dann vermutlich auch dementsprechend eher etwas fremd fühlen.

    So, ich hoffe, das hilft dir. Ansonsten hat auch die schwedische Botschaft in Berlin einige Informationen, auch auf Deutsch. Wenn’s dir tatsächlich um ein Auslandssemester geht und du an einer deutschen Uni eingeschrieben bist, geht das vermutlich am einfachsten über Sokrates/Erasmus.

    Wenn du weitere Fragen hast, meld dich ruhig — entweder per Kommentar oder per Mail (andrea und dann ein Klammeraffe und dann andaka und dann ein Punkt und dann nicht net oder com sondern org).

    Oh, und danke für’s Vertrauen ;)

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