Java-Handy-Anwendungen installieren unter Linux

Sonntag, 6. August 2006, 22:20 Uhr

Nachdem ich’s heute schon als Lazyweb-Antwort geschrieben hab, hier nochmal in meinem eigenen Blog — auf dass ich weiß, wo ich’s nachschauen kann, wenn ich grad mal keinen Zugriff auf meinen Rechner hab…

Um unter Linux eine Java-Anwendung auf einem Nokia-Handy zu installieren, kann man Gammu benutzen. Dazu lädt man anwendung.jar und anwendung.jad herunter und ruft in dem Verzeichnis mit den beiden Dateien folgendes auf:

gammu –nokiaaddfile Application anwendung

(Achtung, WordPress pfuscht mir mal wieder ins Handwerk — das sind zwei Bindestriche vor dem “nokiaaddfile”.)
So man denn gammu fürs eigene Handy konfiguriert hat, schiebt es damit die Anwendung aufs Handy — fertig.

Auf meinem Ubuntu-Laptop mit integriertem Bluetooth-Modul wurde die Bluetooth-Unterstützung bei der Installation direkt mitinstalliert; ein sudo apt-get install gammu installiert gammu. Man muss dann noch gammu konfigurieren; im Fall meines Nokia 6310i reicht folgendes in ~/.gammurc:

[gammu]
port = (Bluetooth-ID)
model = 6310i
connection = bluephonet
gammucoding = utf8

Es war ein bisschen tricky, die richtigen Einstellungen rauszufinden, aber Google ist da sehr hilfreich. Prinzipiell kommt gammu anscheinend auch mit Verbindungen über Infrarot oder Datenkabel klar.

Um die Bluetooth-ID des Telefons rauszufinden, muss man im Handy Bluetooth aktivieren und die Sichtbarkeit auf “für alle sichtbar” stellen. Dann wirft hcitool scan die Adresse im Format 00:00:00:00:00:00 raus — falls mehr als eine Adresse angegeben wird, muss man halt über den ebenfalls angezeigten Gerätenamen das gewünschte Handy identifizieren.

Wenn man gammu wie oben beschrieben aufruft, fragt das Handy, ob der Rechner sich verbinden darf. Außerdem fragt das Handy nach einer PIN. Hier kann man irgendwas Beliebiges eingeben, üblicherweise eine vierstellige Ziffernkombination (soweit ich weiß, sind aber auch andere Längen und Buchstaben möglich). Danach wird man auf dem Rechner ebenfalls nach einer PIN gefragt; hier muss man dieselbe angeben wie auf dem Handy.

Wer mehr wissen will: Bluetooth unter Ubuntu.

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