Wie soll man da nicht verzweifeln?

Dienstag, 27. März 2007, 05:07 Uhr

Seit ich vor einer Weile Kathy Sierras Blog gefunden habe, ist sie eine der (sehr wenigen) Menschen, die ich als meine Vorbilder sehe. Ihre Ideen zur Softwareentwicklung bringen mich immer wieder zum Nachdenken und geben mir neue Ideen; ihre Buchreihe (Head First) hat dazu gefuehrt, dass ich keine anderen technischen Buecher mehr lesen kann ohne zu bedauern, dass sie soviel schlechter sind. Ihre Kraft, zu ihren Gedanken zu stehen — obwohl die Gedanken teilweise ziemlich von der Norm abweichen und auch obwohl ihr persoenliches Leben nicht einfach zu sein scheint — machen mir Mut.

Heute hat sie darueber gebloggt, dass sie sich nicht mehr aus dem Haus traut. Sie hat in Kommentaren zu ihrem eigenen Blog und auch auf anderen Webseiten Todesdrohungen und Androhungen von sexueller Gewalt gegen sich lesen muessen. Sie ueberlegt, auch ihr Blog einzustellen.  (Wer selbst lesen moechte: hier ist ihr Blogeintrag. Aber Vorsicht, sie beschreibt die Drohungen ziemlich detailliert.)

Ich weiss einfach nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin schockiert und angeekelt. Und leider kann ich auch nicht den Gedanken abstellen, dass es nur passiert ist, weil sie eine Frau und erfolgreich ist. Wann immer ich etwas gelesen habe, das sie geschrieben hat, war sie sehr freundlich und professionell. Ja, sie vertritt Meinungen, die innovativ und mutig sind. Aber ich habe niemals etwas gesehen, dass auch nur irgendwie ein Grund fuer diese Drohungen sein koennte. Wenn es sie trifft, ist keine von uns sicher.

Ein Kommentar Newsfeed für Kommentare

  1. hey,

    hab dich über sv’s blogroll gefunden. Wir machen im Studium gerade eine Umfrage bei Bloggern und würden uns freuen wenn du mitmachst und/oder den link weiterverbreitest:
    http://heineken3.uni-duisburg.de/labor/versuche/medien3/

    Danke schön :)

    PS: Musst den Kommentar nicht freischalten - über Mithilfe freuen wir uns trotzdem ;)

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