Archiv für Kategorie 'Uni'

Unterhaltung auf Japanisch

Mittwoch, 21. Februar 2007

Erster Gedanke grade in der Mittagspause: oh nein, es ist ja O Week… Furchtbar voll war’s. Allerdings hab ich zufälligerweise genau die Vorführung der WaiTaiko Drummers mitbekommen. Ziemlich klasse: sie trommeln und singen/rufen (?) dabei, und das Ganze mit soviel Körpereinsatz, dass es so aussieht, als würden sie mit den Trommeln tanzen. Man hört sie abends ab und zu mal proben, aber so live ist es nochmal deutlich besser.

Heute abend werd ich dann wohl (wenn mein Auto mitspielt — es besteht hoffentlich gerade den TÜV) zum Fluid Echoes Dance beim Hamilton Gardens Festival gehen. Peter war schon da und fand’s ziemlich gut, bis auf eine nervige, laute Veranstaltung, die in der Nähe parallel lief. Heute abend ist nichts gleichzeitig, so dass ich hoffentlich ohne das auskomme.

Ui, Kultur (man nimmt hier davon ja mit, was man kriegen kann…) ;)

My 5 minutes of fame

Samstag, 17. Februar 2007

Der Fachbereich hier hat eine mehr oder weniger regelmäßig erscheinende Kolumne im lokalen Käseblatt in der Waikato Times. Irgendwann im Oktober oder November im letzten Jahr habe ich dafür einen Artikel über die Grace Hopper Celebration 2006 geschrieben.

Nach dem üblichen huch-wer-ist-denn-nu-zuständig-Chaos ist der Artikel letzten Mittwoch dann tatsächlich doch noch erschienen (ich hatte schon fast aufgegeben). Bisher haben mich 3 Leute auf den Artikel angesprochen — darunter sogar einer, den ich vorher noch nie gesehen hatte. Schon cool, in einen Kurs reinzukommen, sich mit “I’m Andrea, from Computer Science” vorzustellen und darauf ein “ach ja, du warst ja gestern in der Zeitung” zu hören :)

Auf ins Land, in dem der Käse nachts leuchtet

Dienstag, 3. Oktober 2006

Gleich geht’s nach San Diego, zur Grace Hopper Celebration of Women in Computing. Nachdem es erst trotz halbem Konferenz-Stipendium lange so aussah, als würd ich nicht hinfahren können, glaub ich’s immer noch nicht so ganz…

Meine USA-Erfahrung beschränkt sich bisher auf ca eine Stunde irgendwo in einem Warteraum im Flughafen von Los Angeles, also bin ich doch sehr gespannt. Sehr beeindruckt hat mich ja Brigittes Beschreibung von nachts leuchtendem Käse (also, er sah wohl zumindest so aus, als würde er das tun), leider find ich die grad nicht.

Abgesehen vom Konferenzbesuch selbst haben Annika und ich noch weitere Pläne. Und ich hab mich als Live Blogger gemeldet; wer sich also für die Konferenz interessiert, merke sich diese Adresse hier.

Geht doch

Donnerstag, 31. August 2006

Seit Montag war ich dabei, einer ganzen Menge Papierkram hinterherzulaufen. Heute konnte ich das meiste dann auch tatsächlich erledigen, so dass ich jetzt endlich eingeschrieben bin und ein Bankkonto, einen Studiausweis (wenn ich eine Kamera in der Nähe hab, muss ich den mal fotografieren — da ich hier Postgraduate Student bin, ist sogar ein kleiner Doktorhut drauf) und eine Gebäude-Zugangskarte (für abends und am Wochenende) habe. Letztendlich war das alles sogar ziemlich einfach, und die Rennerei hielt sich auch in Grenzen. Das Problem war nur, dass ständig Leute nicht da waren, die noch irgendwelche Dinge unterschreiben mussten.

Wider Erwarten hat übrigens mein Auto die anderthalb Jahre Rumstehen gut überstanden. Zusätzlich zur Wiederzulassung und dem TÜV braucht es nur eine neue Batterie, neue Wischerblätter und eine neue Kennzeichenbeleuchtung. Na dann :) Echte koreanische Wertarbeit, würd ich mal sagen. Den koreanischen Sekundenkleber, den mein Vater mir damals von seinem Flug via Seoul mitgebracht hat, hab ich jedenfalls noch nie gebraucht… Damit ist jedenfalls der Vorschlag der Werkstatt hinfällig, es gegebenenfalls halt in einen Gartenschuppen zu verwandeln.

Jetzt ist es halb-offiziell: Ich bin Doktorandin

Freitag, 14. Juli 2006

Als ich gerade nach E-Mails geschaut hab, war da eine bei, auf die ich schon eine Weile gewartet hatte. Auszug:

I am pleased to advise that your conditional enrolment for a PhD degree has been approved by the Postgraduate Studies Committee of the University of Waikato.

Juhu :)

Und ja, “conditional”. Trotz 8-seitigem Formular und sonstigem Papierkrieg geht die “richtige” Einschreibung nämlich nur vor Ort. Aber dafür dann wohl sogar ohne Formulare, soweit ich weiß.

Wobei ich zugeben muss, dass ich beim Betreff erst dachte, es wär wieder so ein doofer “your achievements and life experience qualify you for one of our degrees”-Spam…

“Don’t leave me this way”

Donnerstag, 27. April 2006

“Don’t leave me this way” — das steht auf der einzigen Tür von einem der Aufzüge in der EF 50 (einem Gebäude an der Uni Dortmund). Find ich sehr nett, und wenn ich nicht immer meine Kamera vergessen hätte, würde ich auch ein Foto davon hochladen.

Man könnte nun gemeine Dinge darüber schreiben, ob sich das auch darauf anwenden lässt, dass ich heute mein Informatik-Studium mit einer Psychologie-Prüfung abgeschlossen habe. Das lass ich jetzt aber. Jedenfalls bin ich jetzt Diplom-Informatikerin :)

Und: darf ich jetzt den Giant Hat of Cleverness tragen…?

Keine Tags

Zylindrex beziehungsweise Struktupel - Fachliteratur macht Spaß

Donnerstag, 20. April 2006

Der Literaturhinweis für einen Teil meiner Prüfung bestand, durchaus passend zu meinen Vorurteilen, aus “Lesen Sie mal dieses Buch”. Zur Abwechslung also mal deutsche Fachliteratur, und dann ja auch noch in Psychologie. Nicht gerade das, was ich so gewohnt bin.

Und es erfüllt auch noch ein paar weitere meiner Vorurteile. Zuerst einmal werden lustig Wörter erfunden. Ich hab noch nicht so ganz verstanden, was der Unterschied zwischen einem Zylinder und einem Zylindrex sein soll, zum Beispiel. Außer, dass ein Zylindrex wohl aus mehreren Radex-Scheiben besteht. Und eine Radex-Scheibe ist eine Scheibe. Oder so. Und Struktupel sind Teilstrukturen von irgendwas, wenn ich das richtig verstanden hab. Weiß nicht so recht, wo das “-tupel” herkommt — ich dachte ja immer, davor stünde entweder gar nix oder die Stelligkeit des Tupels…

Aber eins nervt mich gewaltig, und das ist der inflationäre Gebrauch von “beziehungsweise” (und dieses Phänomen ist nicht auf das eine Buch beschränkt). Laut Wiktionary gibt es zwei Verwendungsarten für “beziehungsweise”:

[1] genauer gesagt
[2] und im anderen Fall

Meiner Meinung nach ist Fall (1) ganz einfach schlechtes Deutsch und dient nur dazu, den Satz aufzublasen. Wenn man in geschriebenem Deutsch ein “genauer gesagt” verwendet, dann sollte man in 95% der Fälle einfach direkt genauer sagen, was man denn sagen möchte. Meist wird es auch nur anstelle von “oder” verwendet — was wohl nicht wichtig genug klingt.

Wiktionary hat übrigens ein schönes Beispiel für Fall (2): “Sie kraulte ihrem Hamster und Wellensittich oft das Fell beziehungsweise die Federn.” Genau: dem Hamster wird das Fell gekrault, dem Wellensittich die Federn. Und das “beziehungsweise” stellt klar, dass es genaus so rum ist und nicht etwa umgekehrt. Oder auch “Anna und Maria sind acht beziehungsweise vier Jahre alt” — ganz klar, Anna ist also die Ältere von den beiden.

Ganz schlimm wird’s, wenn Leute “beziehungsweise” im Fall (1) in jedem zweiten Absatz verwenden — aber Sätze, in denen ein “beziehungsweise” à la (2) durchaus helfen würde, völlig vermurksen. Ein schönes Beispiel für diese Verwirrungstaktik: “Aus wissenschaftstheoretischer Sicht lassen sich wissenschaftliche Begriffe in Beobachtungsbegriffe und theoretische Begriffe bzw. Konstrukte unterteilen.” Preisfrage: ist “theoretischer Begriff” nun ein Synonym von “Konstrukt”?

Das wird hier schwierig

Dienstag, 21. März 2006

Irgendwie hab ich so meine Zweifel, ob Katrins Algorithmus zum Finden des Mathegebäudes an einer beliebigen Uni an der Uni Dortmund funktioniert.

Damit ihr das selbst sehen könnt, hab ich mal eine nicht-repräsentative Auswahl von Fotos ins Netz gestellt, die ich eben von einigen Gebäuden am Nordcampus gemacht habe. Jedes Foto ist auf eine Seite verlinkt, auf der steht, was da abgebildet ist. Außerdem teste ich grad mal das Abstimmungs-Feature von gallery. Ihr könnt also für das Gebäude abstimmen, das ihr für das hässlichste haltet ;)

Spaßige Dinge auf dem Mensa-Speiseplan

Donnerstag, 9. März 2006

Es ist ja nichts Neues, dass ich Schilder auch schon mal falsch verstehe — aber neulich in der Mensa hat’s mir doch glatt fast den Appetit verdorben…
Ausschnitt aus dem Mensa-Speiseplan: Hähnchenbrustfilet Kiew mit Pariserkarotten
Glücklicherweise hat sich dann aber herausgestellt, dass besagte Karotten nur merkwürdige, kugelförmige Möhrchen waren (sah so aus, als wär jemandem eingefallen, wie man auch die halb-grünen oberen Möhrenenden noch zu Geld machen kann).

Aber ist ja nicht das erste Mal, dass der Mensaplan etwas merkwürdig ist. Zum Beispiel habe ich mich bestimmt mehrere Semester lang darüber gewundert, dass da immer mal wieder “Tagliatelle Funghi mit Pilzen” stand (das, mal ganz nebenbei, wohl eher “mit genau 8 halbwegs pilzähnlichen Stückchen in der Sauce” heißen sollte — mir war’s recht, ich mag keine Pilze, und in der Mensa schon gar nicht). Bis es dann eines Tages mal nicht dabeistand. Und an diesem Tag auch keine Pilze in der Sauce waren. Und nein, ich glaub nicht daran, dass im Nudelteig Pilze verarbeitet waren.

Mathematik lehren, mal anders

Donnerstag, 23. Februar 2006

Dan Steinberg schreibt ein Analysis-Buch im Stil von Head First (siehe auch hier) und berichtet in Extreme Teaching über seine Erfahrungen dabei.

Bisher hat das Blog erst 6 Einträge, aber ich hatte schon ein echtes “cool — so hab ich das noch nie gesehen”-Erlebnis beim Lesen: Gleichungen umformen ist eine Art Refactoring.

Das Blog verspricht, extrem interessant für alle zu werden, die sich für Lehre im allgemeinen und Lehren von mathematischen/mathematiknahen Themen im besonderen interessieren.

(via Creating Passionate Users)