Archiv für Kategorie 'Unterwegs'

Mount Te Aroha

Dienstag, 6. Februar 2007

Gestern war hier ein Feiertag (Waitangi Day). Petra und ich haben beschlossen, einen zweiten Versuch zu machen, auf Mount Te Aroha zu steigen — einen Berg hier in der Naehe, genauer gesagt in Te Aroha (Karte). Bei gutem Wetter kann man von oben sowohl die Ost- als auch die Westkueste sehen.

Letztes Mal war’s dann doch etwas diesig, so dass wir stattdessen zu den Wairere Falls gegangen sind (hoechster Wasserfall der Nordinsel, wenn ich mich richtig erinnere).

Gestern sind wir auf Mount Te Aroha immerhin bis zur Aussichtsplattform gekommen. Hier der Blick von oben (ueber Te Aroha im Vordergrund in Richtung Suedwesten):

Te Aroha

Internet: jederzeit, heute jedoch nicht

Samstag, 7. Oktober 2006

…so aehnlich steht’s ja immer auf diesen netten orangefarbenen Benachrichtigungskarten von der deutschen Post, wenn der Brieftraeger mal wieder keine Lust hatte, Treppen zu steigen. Oder wenn man tatsaechlich mal nicht da war.

Ein bisschen fuehlt sich das hier mit dem Konferenz-WLAN auch so an. Bei den meisten Leuten funktioniert’s, aber mein Laptop will partout nicht. Ob’s am Linux liegt? Andererseits geht’s bei Annikas Laptop auch nicht so recht. Ich glaube, wir haben beide WLAN-Karten von Lucent, vielleicht sind die schuld. Naja, wir sind ja eigentlich auch fuer die (wirklich sehr nette) Konferenz hier und nicht, um das Netz leerzusurfen. Aergerlich ist es trotzdem. Und so richtig bloggen kann ich halt auch erst, wenn ich wieder in Neuseeland bin.

Auf ins Land, in dem der Käse nachts leuchtet

Dienstag, 3. Oktober 2006

Gleich geht’s nach San Diego, zur Grace Hopper Celebration of Women in Computing. Nachdem es erst trotz halbem Konferenz-Stipendium lange so aussah, als würd ich nicht hinfahren können, glaub ich’s immer noch nicht so ganz…

Meine USA-Erfahrung beschränkt sich bisher auf ca eine Stunde irgendwo in einem Warteraum im Flughafen von Los Angeles, also bin ich doch sehr gespannt. Sehr beeindruckt hat mich ja Brigittes Beschreibung von nachts leuchtendem Käse (also, er sah wohl zumindest so aus, als würde er das tun), leider find ich die grad nicht.

Abgesehen vom Konferenzbesuch selbst haben Annika und ich noch weitere Pläne. Und ich hab mich als Live Blogger gemeldet; wer sich also für die Konferenz interessiert, merke sich diese Adresse hier.

Angekommen

Dienstag, 29. August 2006

Vorgestern bin ich so um zwanzig nach fünf in Auckland angekommen. Annika hat mich so gegen halb neun abgeholt (das war deutlich früher als erwartet — schließlich fährt man von Hamilton aus ja andertalb bis zwei Stunden). Nach einem Tee-Stop in Mercer und ausgiebigem Bewundern der endlich fertiggestellten SH1-Erweiterung (wer mich letztes Mal dort besucht hat, wird sich sicherlich an die kilometerlange Baustelle erinnern) haben wir meine Koffer bei Annika abgeladen, und dann hat Annika sich alle Mühe gegeben, mich bis abends wachzuhalten.

Zuerst waren wir einkaufen, da Felix und Liese uns lautstark mitgeteilt hatten, dass neues Katzenfutter hermusste. Danach sind wir zur ehemaligen Jugendherberge gefahren, die jetzt von einer Kirchengemeinde zu einem Jugendzentrum umgebaut wird (oder so ähnlich), und haben uns dort rumführen lassen. Von da aus ging’s zum Mittagessen (klar, bei Scott’s — das Aglio Olio ist immer noch so gut wie vor anderthalb Jahren) und von da aus nach Raglan, Sonnenuntergang gucken und Curly Fries im Tongue&Groove essen. Das übliche Touristenprogramm also ;) Immerhin hab ich’s geschafft, bis ungefähr halb neun wachzubleiben, und gestern früh bin ich auch erst so um acht aufgewacht. Ich hoffe also, dass sich der Jetlag schnell legen wird.

Gestern früh haben wir bei Annikas Lieblingswerkstatt (wenn wir nicht in Neuseeland wären, wäre die Tatsache, dass sie dort ihren Namen kennen, deutlich bemerkenswerter) meinen Autoschlüssel dagelassen, damit sie sich das Auto mal anschauen können und mir sagen, was denn wohl dran gemacht werden muss, um Olli wieder straßentauglich zu kriegen. Oder ob das überhaupt keinen Sinn hat und Olli zum Schrottplatz muss… Da werd ich heute im Laufe des Tages wohl von hören.

An der Uni fing dann der große Bürokraten-Marathon an, der sich heute fortgesetzt hat. Einen Schlüssel für mein Lab (also den Raum, in dem mein Arbeitsplatz ist) zu bekommen, war das geringste Problem. Einen vorläufigen Account habe ich auch (Komplett mit “probable username” — ob da irgendwie Quanten mit reinspielen? Der Benutzername aendert sich, wenn man nicht hinschaut…?), allerdings erstmal an einem Windows-Rechner. Aber richtig eingeschrieben bin ich noch nicht, weil das Wissen über die Übernahme meiner Studiengebühren bisher nur am Fachbereich vorhanden war. Gestern war niemand hier, der/die auch nur im Entferntesten zuständig gewesen wäre. Heute dann immerhin eine Sekretärin, die den entsprechenden Wisch ausgedruckt hat, damit die Urlaubsvertretung vom Fachbereichs-Chef (was hier nicht der Dekan ist, weil der fuer die übergeordnete Verwaltungseinheit, also die School of Computing and Mathematical Sciences, zuständig ist) morgen darauf unterschreiben kann. Damit darf ich dann zu UniLink, einer uni-internen Finanzenkoordinierungsstelle (oder so). Die tragen die Finanzierung irgendwo ein, und dann muss ich zur eigentlichen Finanzabteilung und den Teil der Gebühren bezahlen, die vom Fachbereich nicht übernommen werden (und, wichtig, meine Krankenversicherung). Und dann ist meine Einschreibung endlich durch und ich bekomme einen Studiausweis. Und einen richtigen Rechneraccount und eine Zugangskarte fürs Gebäude. Außer natürlich, der zuständige Mensch von UniLink ist morgen nicht da, oder was auch immer…

Gestern abend waren wir dann noch beim Pub Quiz im Cook. Sehr merkwürdige Veranstaltung, sowas. Viele Fragen hab ich gar nicht erst verstanden: sehr schön war zum Beispiel die Frage danach, nach wem der Sound bei Picton benannt ist. Wer da nur “sound” aufschnappt und versucht, irgendwie den Rest der Frage zusammenzubasteln, hat nicht wirklich eine Chance… Bei der einen Frage, wo ich als einzige die richtige Antwort wusste, hat mir keiner geglaubt — trotzdem hat das Team gestern gegen alle anderen Teams gewonnen. Ingesamt war’s ganz lustig, so dass ich vermutlich noch öfter hingehen werde. Vielleicht beschreibe ich das dann auch mal ausführlicher.

Danach bin ich mit einer Katze auf den Beinen eingeschlafen (ich weiß nicht, welche — wollte mich nicht umdrehen und sie dabei verscheuchen), was sehr nett war. Auch, weil’s wenigstens ein bisschen gewärmt hat :) Heute morgen habe ich meine Schafsfell-Pantoffeln, meine Wärmflaschen und eine Fleecedecke aus den Kartons ausgegraben, die ich bei Annika gelassen hatte. Heute nacht werde ich also wohl nicht frieren, wenn ich die Wärmflaschen und die Fleecedecke noch der bisherigen Nacht-Ausstattung (dicker Schlafanzug, Wollsocken, Schlafsack, Decke, Fleecejacke übers Fußende geworfen) hinzufüge (bevor jemand fragt: tagsüber ist es wärmer).

Wir basteln uns ein Visum, Teil III

Dienstag, 22. August 2006

Heute ist endlich mein Pass (mit dem Visum drin!) angekommen. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen, am Freitag geht’s ja schon los.

Eigentlich hatte ich gedacht, ich wär diesmal früh genug dran. Leider hat der Arzt sich als nicht autorisiert für Neuseeland herausgestellt. Und da er ja die Unterlagen auch erst an die falsche Botschaft geschickt hatte, ist das leider erst sehr spät aufgefallen. Zum Glück habe ich aber kurzfristig beim Panel Doctor in Dortmund einen Termin gekriegt. Immer noch ärgerlich (”zum Spaß” zweimal Röntgen lassen muss ja nun wirklich nicht sein, und so ein Gesundheitszeugnis ist auch verdammt teuer) — aber den Flug zu verpassen wär deutlich schlimmer gewesen…

Darf ich wenigstens meine Schuhe anbehalten?

Donnerstag, 10. August 2006

Aus den neuen Gepäckregelungen der British Airways

All cabin baggage must be processed as hold baggage and carried in the hold of passenger aircraft departing UK airports.

Passengers may take through the airport security search point, in a single (ideally transparent) plastic carrier bag, only the following items. Nothing may be carried in pockets:

  • pocket size wallets and pocket size purses plus contents (for example money, credit cards, identity cards etc (not handbags));
  • travel documents essential for the journey (for example passports and travel tickets);
  • prescription medicines and medical items sufficient and essential for the flight (eg diabetic kit), except in liquid form unless verified as authentic.
  • spectacles and sunglasses, without cases.
  • contact lens holders, without bottles of solution.
  • for those travelling with an infant: baby food, milk (the contents of each bottle must be tasted by the accompanying passenger) and sanitary items sufficient and essential for the flight (nappies, wipes, creams and nappy disposal bags).
  • female sanitary items sufficient and essential for the flight, if unboxed (eg tampons, pads, towels and wipes).
  • tissues (unboxed) and/or handkerchiefs
  • keys (but no electrical key fobs)

Every other item must be carried in customer’s hold luggage.

(…)

All passengers must be hand searched, and their footwear and all the items they are carrying must be x-ray screened.

(…)

In addition to the above, all passengers boarding flights to the USA and all the items they are carrying, including those acquired after the central screening point, must be subjected to secondary search at the boarding gate. Any liquids discovered must be removed from the passenger.

Wie stellen die sich das eigentlich vor? Ich hoffe mal, (a) sie haben genug Wasser an Bord, (b) das on-Bord-Unterhaltungsprogramm ist gut genug, dass ich 30 Stunden ohne MP3-Player und Buch aushalte. Wahrscheinlich werden sie die Regelungen in einiger Zeit wieder lockern, aber ich flieg ja schon in 2 Wochen.

Wochenende :)

Sonntag, 16. Juli 2006

Gestern waren Andreas und ich an einem See ca. 50km nördlich von Stockholm. Andreas ist mit einem Arbeitskollegen (und noch ein paar anderen Leuten) tauchen gegangen.

Taucher auf dem Weg ins Wasser

Leider war’s zu kalt zum Schwimmen (die Wassertemperatur war ok, aber an Land war’s recht kalt — und Schatten und Wind helfen da auch nicht gerade). Allerdings habe ich mich trotzdem nicht gelangweilt. Insbesondere, nachdem Andreas die Blaubeersträucher entdeckt hatte :)

Blaubeeren und Walderdbeeren

Die andere Hälfte der Ernte war zum Foto-Zeitpunkt allerdings schon in meinen Frühstückspfannkuchen gelandet ;)

Übrigens heißt Walderdbeere auf Schwedisch “smultron”, also völlig anders als Erdbeere (jordgubb). Allerdings hat da glaub ich eh jemand viel Spaß dabei gehabt, sich die schwedischen Beeren-Wörter auszudenken (anders als im Deutschen, wo die meisten ja einfach Irgendwas-Beere heißen). Man vergleiche jordgubb, hallon, blåbär, vinbär, smultron, hjortron, krusbär, björnbär, lingon mit Erdbeere, Himbeere, Blaubeere, Johannisbeere, Walderdbeere, Moltebeere, Stachelbeere, Brombeere, Preiselbeere. Allerdings heißt Kirsche “kirsbär”. Hm.

Reiseplanung

Samstag, 3. Juni 2006

Nachdem ich ja gerade erst aus Schweden zurückgekommen bin, geht’s am Dienstag schon wieder los. Diesmal nach Berlin, und zwar für ungefähr zwei Wochen. Wenn alles so klappt, wie ich das gern hätte, bin ich dann den Rest vom Juni im Ruhrgebiet und den ganzen Juli in Schweden (und zwar irgendwie verteilt auf Göteborg und Stockholm).

Und: heute habe ich meinen Flug nach Neuseeland gebucht; am 25.8. geht’s los. Jetzt muss “nur noch” alles klappen mit der Einschreibung (habe schon eine E-Mail vom Enrolment Office bekommen, aber ein paar Dinge stehen noch aus) und dem Visum und hoffentlich auch mit dem Stipendium…

Ich hoffe außerdem, dass ich es bei dem ganzen Hin- und Herreisen trotzdem vor NZ diverse Leute nochmal treffen kann. Buchungsanfragen werden ab sofort entgegengenommen ;)

Eigentlich bin ich grad nicht da

Samstag, 27. Mai 2006

Falls sich irgendwer wundert, dass man in der letzten Woche so wenig von mir gehört hat: ich bin seit letztem Samstag in Schweden, genauer gesagt in Kungälv (ein bisschen nördlich von Göteborg, also an der schwedischen Westküste). Eigentlich haben wir hier nur Internet per Modem, deswegen war ich bis auf kurz-mal-Mails-checken bisher nicht online. Da beim Reboot mein Laptop beschlossen hat, das offene WLAN irgendwelcher Nachbarn zu mögen, kann ich jetzt doch mal ohne schlechtes Gewissen bloggen ;)

Bisher hab ich 2.-Wahl-Kekse gekauft, Mittelalterzeugs in Lödöse angeschaut (und weniger Dinge gekauft als ich gern gekauft hätte…), bin Achterbahn gefahren in Liseberg (um die Hasenohren bin ich so gerade noch drumrumgekommen), habe Landtiere in Nordens Ark und Wassertiere in Havets Hus bestaunt, bin in Göteborg rumgelaufen und habe Andreas’ Familie wiedergesehen/kennengelernt. Urlaub :) Achso, und ab nächste Woche Donnerstag bin ich wohl wieder öfter online (nur für den Fall, dass mich irgendwer vermisst…).

Siehe übrigens auch hier. Fotos gibt’s auch.

Reisewarnungen für Juni und Juli

Donnerstag, 18. Mai 2006

Demnächst wird ja bekanntermaßen Deutschland vom großen Wahnsinn überfallen. Wer im Juni/Juli mit dem Zug durch Deutschland fahren wird oder sogar das große Pech hat, nah an einem Spielort zu wohnen, hätte da wohl gern eine Übersicht, wann man lieber nicht wo sein sollte.

Dummerweise scheinen die existierenden Spielpläne ausschließlich für Fußballfans gedacht zu sein: Überall steht was von irgendwelchen Gruppen, Ländern, Phasen, Viertelfinale, weiß-der-Geier. Ausgewiesene WM-Muffel wie mich interessiert das nun wirklich nicht.

Ich hab mir deswegen eben mal die Mühe gemacht und eine Seite mit Spieltagen und -orten zusammengebastelt: Alle Spiele mit Tag, Ort und Anpfiffzeit, sortiert einmal nach Tag und einmal nach Ort. Viel Spaß damit.