Archiv für Kategorie 'Unterwegs'

Auckland: Parnell

Montag, 13. September 2004

Samstag/Sonntag waren Dave und ich in Auckland. Erst das Stadtzentrum: wie ueblich langweilig und voller Touristen. Sogar der Aotea Square Market, den Annika und ich letztes Mal noch halbwegs interessant fanden, war diesmal langweilig. Also einmal die Queen Street rauf und runter, einmal diagonal ueber eine Kreuzung (dort haben naemlich die Fussgaenger in alle Richtungen gleichzeitig gruen, so dass man offiziell diagonal ueber die Kreuzung gehen darf), einmal auf den Sky Tower (das hoechste Gebaeude der suedlichen Hemisphaere! Ganze 8m hoeher als der Eiffelturm, oder sowas in der Groessenordnung…), und dann in den Buchladen. Soweit das uebliche Auckland-Programm.

Danach sind wir dann nach Parnell gefahren, einen Stadtteil oestlich vom Zentrum, der im lonely planet als sehr nett beschrieben wird. Es war schon recht spaet und wir ziemlich muede vom Rumlaufen, also haben wir uns nur noch einen Backpacker gesucht und sind nicht mehr in Parnell rumgelaufen. Ja, Backpacker suchen. Der, den wir uns ausgeguckt hatten, war schon ausgebucht, aber in derselben Strasse gab es noch 2 weitere. Einer davon hatte auch noch ein Zimmer, also haben wir das genommen. Schwerer Fehler in mehrfacher Hinsicht: Erstens: die Leute dort waren groesstenteils betrunken oder sonst… woanders. Dann war unser Zimmer nicht besonders toll. Und Olli musste am Berg parken, sehr stark bergab um genau zu sein (in Aucklands Stadtgebiet gibt es 48 — inaktive — Vulkane). Als wir unsere Sachen aus dem Auto geholt haben, hatte Olli einen kleinen Oelfleck hinterlassen. Aber egal, wir waren muede genug, um uns darum nicht mehr kuemmern zu wollen. Und schliesslich ist Oel bei Olli eh ein heikles Thema.

Am naechsten Morgen hatte Olli dann allerdings anscheinend sein ganzes Oel ausgespuckt. So ein Mist. Also haben wir Oel nachgefuellt und das Auto ein Stueck weiter die Strasse rauf geparkt, wo er relativ gerade stehen konnte. Und dann haben wir in der Strawberry Alarm Clock gefruehstueckt (sehr nettes Cafe — fast schon wie der fat dog in Rotorua, und das will was heissen…). Als wir zu Olli zurueckgekommen sind, hatte er sein Oel brav bei sich behalten. Also sind wir losgefahren und auch heil in Hamilton angekommen. Dort durfte Olli dann endlich sein seit langem wohlverdientes Bad nehmen — er sieht jetzt auch schon viel gluecklicher aus. Hab heute allerdings noch nicht nach dem Oel geschaut…

Ja, und gestern hab ich dann juckende Stiche auf meinem Unterarm entdeckt. Wohl Bed Bugs — so ein Mist aber auch. Also durfte ich alle meine Sachen mit Fly Spray einnebeln und/oder waschen. Ich hoffe, ich bin die Biester jetzt los. Igitt.

Nordinsel-Rundfahrt

Donnerstag, 9. September 2004

Karte, Tour ist eingezeichnetWie ja schon gesagt, sind Dave und ich ein bisschen auf der Nordinsel rumgefahren: Coromandel, Bay of Plenty, Rotorua. Wegen ungluecklicher Kombinationen von leerer Kamerabatterie und voller Speicherkarte habe ich nur ganz wenige Bilder, und die sind auch nicht wirklich was geworden. Dafuer hat Dave aber ganz viele Bilder gemacht.

Auf dem Weg haben wir mehrere Unterkuenfte getestet (Doppelzimmer, wenn nichts anderes dabeisteht; Preise nach Erinnerung). Hier ein paar subjektive Eindruecke:

  • ABC Backpacker in Thames: geht so. Nicht besonders sauber, nicht sehr nett. $44
  • Tatahi Lodge in Hahei, bei Cathedral Cove: sehr nett. Sauber und gemuetlich. $48, davon $2 discount wegen meiner BBH-Karte
  • Tauranga YHA in Tauranga: sehr nett. Sauber, warm (Heizung in jedem Zimmer) und halbwegs gemuetlich. Leise, obwohl direkt neben der Umgehungsstrasse. Stadtzentrum gut zu Fuss zu erreichen. $51 ($3 discount fuer meinen Jugendherbergsausweis) im twin oder double room (fuer die erste Nacht gabs keine Doppelzimmer mehr; wir sind fuer die zweite Nacht dann umgezogen).
  • Rotorua Central Backpackers: nett, aber Hot Rock ist vermutlich besser. Die Kueche war nicht besonders gut eingerichtet. $42 ($2 discount fuer meine BBH-Karte), $20 key deposit

Coromandel, Tauranga, Rotorua

Sonntag, 5. September 2004

Am Donnerstag sind Dave und ich losgefahren: erst nach Thames (so wie Annika und ich letztes Mal), am Freitag weiter zur Cathedral Cove, und gestern nach Tauranga. Morgen geht's weiter nach Rotorua, und am Dienstagabend sind wir dann wohl wieder in Hamilton. Bisher haben wir ganz viel tolle Landschaft, ein paar nette Backpackers und ein bisschen Roadkill gesehen. Und Olli macht sich gut, bis auf den Oelverbrauch. Aber ein bisschen Verlust ist ja immer ;)

Und: endlich Ferien!

Nachtrag: Bridal Veil Fall

Dienstag, 31. August 2004

Karte von Neuseeland, Raglan ist markiertNeulich bin ich (Ollis erste Fahrt raus aus Hamilton) nach Raglan gefahren, und diesmal sind wir auch nicht mit einem "demnächst mal" am Wegweiser zum Bridal Veil Fall vorbeigefahren. Foto vom Wasserfall Hat sich gelohnt — sogar im Winter ist es dort sehr schön. Beim Laufen durch neuseeländischen Wald ist es immer wieder deutlich, dass das nicht gerade im Sauerland ist. Und ja, natürlich gibt's Bilder. Andreas hat auch einen Blog-Eintrag und noch mehr Wasserfall-Bilder und zusätzlich noch Bilder von Raglan — meine Kamerabatterie hatte da schon aufgegeben. Und Stefan ist leider doch nicht mitgekommen, der musste nämlich packen.

Jetzt ist es offiziell: Ich bin ein Sicherheitsrisiko

Montag, 2. August 2004

Karte von NZ, Mt Ruapehu ist markiertWie schon angekuendigt, war ich am Wochenende mit Annika bei einem Snowcraft Weekend vom Waikato Tramping Club. Geplant war: am Samstag lernen wir, mit Eisaxt und Crampons (pieksigen Dingern unter den Schuhen) umzugehen, und am Sonntag klettern wir auf Mt. Ruapehu (zweithoechster Gipfel der Nordinsel, oder sowas in der Richtung). Naja, weil das mit dem Lernen am Samstag nicht so ganz geklappt hat bei mir, habe ich den Sonntag dann damit verbracht, an der Huette in der Sonne zu sitzen und zu lesen. War auch sehr schoen – und vor allem sah das mit dem ganzen Schnee drumrum viel eher nach Winter aus als in Hamilton…

Fotos gibt's demnaechst mal.

Hamilton Gardens

Dienstag, 27. Juli 2004

Am Sonntag war ich in den Hamilton Gardens. Leider hatte ich vergessen, die Kamera-Batterie aufzuladen, also konnte ich nur ganz wenige Bilder machen. Hier gibt's noch ein paar mehr.

Besonders der japanische Garten ist sehr beeindruckend. Sogar jetzt im Winter. Den englischen Garten muss man glaube ich im Sommer sehen. Den italienischen im Sommer oder Herbst, und den amerikanischen überhaupt gar nicht. Den Time Garden (eine große Sonnenuhr) mag ich natürlich auch – egal zu welcher Jahreszeit. Die Landschaftsgärten und den viktorianischen Garten habe ich mir fürs nächste Mal vorgenommen.

Besonders schön finde ich, dass ich vom Cottage aus zu Fuß hinkomme. Ich werde ganz sicher noch öfter hingehen. Allerdings nicht unbedingt am Wochenende…

Wai-o-Tapu: Thermal Wonderland

Sonntag, 18. Juli 2004

Am Sonntag war ich zum zweiten Mal in Rotorua. Mel kannte eine Stelle, an der man mitten im Wald in einem heißen Fluss baden kann, und zwar in der Nähe von Wai-o-Tapu. Naja, in letzter Zeit hatte es recht viel geregnet, also war das Wasser leider nicht so richtig warm. Wir haben es dann auch nicht lange dort ausgehalten, sondern sind lieber zu einem Thermalbad in der Nähe gefahren, dass zwar nicht so schick ist wie das Polynesian Spa – dafür kostet der Eintritt auch nur 1/5, und es gibt dort keine Busladungen voller Touristen. Jedenfalls war das Wasser dort deutlich wärmer und wir haben uns gründlich
durchweichen lassen.

Mel und Anke mussten früh wieder in Hamilton sein, also ist das eine Auto (Raj, Stefan, Anke und Mel) danach direkt zurückgefahren. Wir anderen (Annika, Veronika, Gerrit, Andreas und ich) sind noch zum Fat Dog gefahren und haben dort jede Menge leckeres Essen gegessen. Leider passte danach nicht mal mehr ein Nachtisch in den Nachtischmagen… Dafür habe ich mir ein T-Shirt gekauft. Hat Annika sehr geschickt eingefädelt (sie traut sich nämlich nicht, eins für sich zu kaufen, weil sie ja keine Touristin ist…).

Auf dem Rückweg dann: Jede Menge Sterne. Ich saß in der Mitte und konnte deswegen nicht viel sehen, aber wir haben unterwegs mal kurz angehalten. Nachts ist es hier einfach wirklich dunkel. Unglaublich schön – ich kann es kaum erwarten, im Sommer draußen zu schlafen…

Und nein, es gibt keine Fotos. Hat sich irgendwie so ergeben. Aber Annika hat jede Menge Fotos gemacht, vielleicht stellt sie die ja auch ins Netz.

Klettern: Wharepapa South Rock

Sonntag, 11. Juli 2004

Karte: Hamilton und PirngiaGestern war ich mit Annika, Anke und Stefan bei Castle Rock in der Nähe von Pirongia draußen klettern – mein erstes Mal Outdoor-Klettern! Ich hatte auch ganz furchtbar viel Angst. Ist schon sehr anders als das Klettern in der Halle. Am Schlimmsten finde ich, dass man viel mehr überlegen muss, wo denn der nächste Griff oder der nächste Tritt ist. Bei meiner ersten Strecke war außerdem die Wand sehr bröselig: Genau in dem Moment, als Annika mich mit "es ist alles ganz sicher" beruhigen wollte, ist das Stück abgebrochen, an dem ich mich mit der rechten Hand festgehalten hab (Kommentar Annika: "jetzt mach doch nicht alles kaputt!"). Hat nicht so richtig geholfen…

Die erste "ernsthafte" Strecke ging dann auch erstmal überhaupt nicht. Dabei war es nur eine 12, indoor schaffe ich schon die meisten 15en. Nach der Mittagspause hab ich sie dann aber doch hinbekommen :)

Und ja, es gibt auch Fotos davon – diesmal vergleichsweise viele von mir, weil Annika ein paar gemacht hat, während sie mich gesichert hat…

Coromandel Peninsula

Donnerstag, 10. Juni 2004

Karte, Coromandel ist markiertLetzten Sonntag sind Annika und ich erst stundenlang in der Gegend rumgewuselt und um 5 p.m. dann doch endlich Richtung Coromandel losgefahren. Karte: Hamilton und die CoromandelDa hier ja Winter ist, war es dann schon dunkel. In Thames haben wir im Thames Central Backpacker übernachtet. Das Zimmer war ein bisschen leer, hatte in Fenster zum Gang und sah ein bisschen aus wie ein U-Boot, war aber ok. Mitten in der Nacht (so um 8:30h) sind wir am Montag (war hier ja ein Feiertag) weitergefahren.

Detailkarte von der Coromandel; Route ist eingezeichnetWir sind die Westküste der Halbinsel hochgefahren, bei Coromandel Town einmal quer rüber und nach ein paar Abstechern die Ostküste dann wieder runter. Zwischendurch haben wir jede Menge Fotos gemacht, die auf einem Schild angekündigten Pinguine gesucht und nicht gefunden, in Coromandel Town ein ganz tolles Café entdeckt (kommt auf die Liste der ganz tollen Cafés außerhalb des 150km-Radius um Hamilton) und dort gefrühstückt, auch in Coromandel Town einen Kunsthandwerk-Laden gefunden und dort komische Dinge gekauft, eine Töpferei besucht, an einer Toll Bridge den Wegelagerern ein paar Dollar gegeben, festgestellt, dass das Eggsentric Montags geschlossen hat, bei Cathedral Cove Glück mit den Gezeiten gehabt, Mandarinen gekauft und ein totes Schwein gesehen, das ganz bestimmt nur geschlafen hat. Und immer wieder die Landschaft bewundert.

Inseln bei Hahei height="100" hspace="2"/>Irgendwann hab ich einfach aufgehört, Fotos zu machen: es sind nicht nur ein paar Stellen so schön, sondern einfach alles. Und auf den Fotos kommt das gar nicht richtig raus. Also, die Coromandel kommt definitiv auf die must-see-Liste für alle, die mich hier besuchen. Und im lonely planet steht sie nichtmal bei der 2-Wochen-Tour auf der Liste. Na dann bin ich ja mal gespannt auf den Rest des Landes.

Insbesondere Cathedral Cove ist einfach traumhaft schön. Panoramabild von Cathedral Cove

Raglan – und die Gravel Road rund um Mt Karioi

Donnerstag, 10. Juni 2004

Karte, Raglan ist markiertLetzten Samstag waren Annika und ich noch einmal in Raglan. Der Töpfer, zu dem wir eigentlich wollten, hatte nicht auf. Karte: Hamilton und Raglan Nach einem Greek Salad im Tongue & Groove (weiß nicht, was daran so griechisch sein sollte) haben wir entdeckt, dass es im Herbal Dispensary viele interessante Dinge gibt, zum Beispiel richtigen Tee (keine Teabags, wie sonst überall) und Rapunzel-Gemüsebrühe, letztere mit einem Haltbarkeitsdatum von vor 2 Wochen.

Danach wollten wir eigentlich zum Strand, aber das war uns dann doch zu nass. Dafür haben wir Fotos vom Strand gemacht.
Panoramabild vom<br />
Strand

Ja, und danach fing das Abenteuer an. "Was passiert eigentlich, wenn man hier einfach geradeaus fährt?" Auf der Karte sah's harmlos aus. Im lonely planet steht

You can drive around the mountain on mostly gravel roads in a couple of
hours.

– aber natürlich haben wir uns das nicht durchgelesen. Dann stand da ein Schild "gravel road", und die Straße war auf einmal ziemlich abenteuerlich. Links Berg hoch, rechts Berg runter zum Meer. Straßenrand links ziemlich matschig. Straßenbreite knapp 2 Autos (und ja, auf der Strecke fahren auch Leute, die's eilig haben). Böser Straßen-Querschnitt.

Wir haben's trotzdem geschafft (Allradantrieb wär aber schon praktisch gewesen…) und haben jede Menge schöne Landschaft gesehen. Mehr Bilder gibt's auch. Nur nicht von der Straße, die haben wir nämlich vergessen zu fotografieren…