Archiv für Kategorie 'Weblinks'

Is she single?

Freitag, 28. September 2007

Bisher konnte ich mich der Webcomic-Seuche ganz gut entziehen. xkcd ist eine der wenigen Ausnahmen — und der aktuelle ist mal wieder besonders gut :)

Auf ins Land, in dem der Käse nachts leuchtet

Dienstag, 3. Oktober 2006

Gleich geht’s nach San Diego, zur Grace Hopper Celebration of Women in Computing. Nachdem es erst trotz halbem Konferenz-Stipendium lange so aussah, als würd ich nicht hinfahren können, glaub ich’s immer noch nicht so ganz…

Meine USA-Erfahrung beschränkt sich bisher auf ca eine Stunde irgendwo in einem Warteraum im Flughafen von Los Angeles, also bin ich doch sehr gespannt. Sehr beeindruckt hat mich ja Brigittes Beschreibung von nachts leuchtendem Käse (also, er sah wohl zumindest so aus, als würde er das tun), leider find ich die grad nicht.

Abgesehen vom Konferenzbesuch selbst haben Annika und ich noch weitere Pläne. Und ich hab mich als Live Blogger gemeldet; wer sich also für die Konferenz interessiert, merke sich diese Adresse hier.

“Schreiben? Ich weiß nicht, ich kann das einfach nicht.”

Sonntag, 9. Juli 2006

Zur Abwechslung mal wieder nur ein kurz kommentierter Link: Wer glaubt, gutes Schreiben ist etwas, das man entweder “kann” oder nie im Leben hinbekommen wird, lese Quick Glimpse: Evolution of Humor von Amy Hoy (deren Blog ich schon ein paarmal verlinkt hab).

Amy zeigt dort, wie Texte in ihrem persönlichen Stil entstehen — und zwar anhand eines Beispiels. So wird in fünf Schritten aus dem eher langweiligen

I’ve been hand-coded Javascript these past 4 or 5 months, and it’s really influenced the way I think about the language.

der sehr viel spannendere Satz

I’ve been almost exclusively hand-coding my Javascript these past 4 or 5 months, and I’ve come to the conclusion that this experience has permanently altered my neurochemistry in some strange, pseudo-Stockholm Syndrome kind of way.

Amy arbeitet außerdem gerade an einem längeren (also, anscheinend ziemlich langen) Artikel über technisches Schreiben. Ich bin gespannt.

Ein paar hilfreiche Java-Bibliotheken

Donnerstag, 11. Mai 2006

Einer der Gründe, warum ich in den letzten Tagen nicht gebloggt hab, wurde vorgestern auf dem Laptop der Kundin installiert: eine Fahrtenbuch-Software in Java.

Meine Mutter muss aus Steuergründen ein Fahrtenbuch führen und hatte mich ursprünglich deshalb um Excel-Hilfe gebeten. Ein bisschen googeln meinerseits hat dann allerdings dazu geführt, dass ich ihr selbst was programmiert hab: anscheinend gibt es mit Excel-Fahrtenbüchern durchaus mal Probleme mit dem Finanzamt.

Da man ja in papierbasierten Fahrtenbüchern nichts nachträglich ändern kann (und auch nicht am Ende des Jahres sich einfach irgendwas zurechtfantasieren), darf man auch in elektronisch geführten Varianten nicht nachträglich an den Einträgen rumpfuschen können. Was meine Mutter gar nicht glücklich gemacht hat — “und was ist mit Tippfehlern?” war die erste Frage…

Naja, letztendlich ist mir dann ein hoffentlich brauchbarer Zwischenweg eingefallen: Ein neu angelegter Eintrag kann so lange verändert werden, bis er gesperrt wird. Und das Sperrungsdatum steht dann auch im exportierten PDF. Wenn nun der/die BenutzerIn halbwegs direkt nach dem Eintragen sperrt, sollte das meiner Meinung nach den Anforderungen von Finanzamt-Seite genügen (Naja — halt dem, was ich so gerüchteweise im Netz gefunden hab. Im Finanzamt anrufen war mir dann doch zu nervig, und offiziell erfährt man darüber ja nichts).

Jedenfalls sind mir beim Programmieren ein paar Java-Bibliotheken über den WegBildschirm gelaufen (etliche davon übrigens auf dieser nützlichen Seite), die vielleicht der eine oder die andere meiner LeserInnen ganz gut gebrauchen können:

  • hsqldb, die Datenbank, die auch bei OpenOffice.org dabei ist. Gibt es sowohl als “klassische” standalone-Server-Variante oder dateibasiert (im zweiten Fall kann nur aus einer JVM gleichzeitig darauf zugegriffen werden — aber bei einer Desktop-Anwendung ist das ja keine Einschränkung).
  • iText, eine Bibliothek zum Erzeugen von PDF aus Java-Code heraus. Für alle, die keine Lust auf das Wirrwarr der Java Printing APIs haben und stattdessen lieber PDF-Export anbieten wollen. Aber Achtung: lieber erstmal mit dem Kunden klären, ob das so ok ist…
  • NachoCalendar, ein Kalender-Widget. Oder: so langsam wird’s meiner Meinung nach Zeit, dass Sun mal ein ordentliches GUI-Element zur Auswahl eines Datums in Swing integriert… Andererseits sind die Standard-Datumsklassen ja auch ziemlich furchtbar. Hier kann Joda helfen.
  • IzPack generiert aus einer XML-Datei mit Projektinformationen einen dieser Installations-Wizards à la Install Shield, die wir alle aus der Windows-Welt kennen und lieben… äh. Also, die wir alle aus der Windows-Welt kennen. Sehr nützlich, so lange Suns Classloader nicht mit verschachtelten jar-Dateien umgehen kann.

Die aufgelisteten Projekte sind übrigens alle frei und open source. Wer Interesse an dem Fahrtenbuch-Programm hat, melde sich bei mir (z.B. in den Kommentaren).

“Expired Date Prints On The Bottom”

Mittwoch, 12. April 2006

Das ist doch mal ein schönes Spiel: Fresspakete-Tauschen. Man schickt eins weg und bekommt eins zurück, und in letzterem sind dann jede Menge lustige Dinge drin :) In meinem Fall: man bekommt eins mit ganz vielen koreanischen Dingen und ohne Gebrauchsanleitung zurück und muss dann erstmal Leute fragen, die sich besser mit sowas auskennen…

Können Frauen nicht nur besser schreiben, sondern auch besser programmieren?

Donnerstag, 30. März 2006

Neulich hab ich ja schonmal auf einen Artikel hingewiesen, in dem es darum geht, ob Frauen besser schreiben können als Männer. Kathy Sierra von Creating Passionate Users schaut sich das Thema in Bezug auf eine ganz bestimmte Art von Schreiben an: Programmieren.

In ihrem Artikel Code like a girl geht es allerdings zum Glück nicht darum, die üblichen Stereotype zu verbreiten — die eigentliche Frage ist, ob “schöner” Code nicht noch weitere gute Eigenschaften haben kann, analog etwa zu “eleganten” Beweisen in der Mathematik. Und natürlich verweist sie auch auf Don Normans Emotional Design, in dem er sagt, dass schöne Dinge besser benutzbar sind.

Hier ist ein kurzer Ausschnitt — natürlich sollte das nicht das Lesen des eigentlichen Artikels ersetzen…

And there you have it. I think “girl code” is quite a compliment. Because caring about things like beauty makes us better programmers and engineers. We make better things. Things that aren’t just functional, but easy to read, elegantly maintainable, easier–and more joyful–to use, and sometimes flat-out sexy. And whether we like it or not, most of the world associates an appreciation for beauty more with women than men (especially geek men). Women may have a genetic advantage here.

A passion for aesthetics can mean the difference between code that others enjoy working on vs. code that’s stressful to look at.

(…)

Yes, calling beautiful code “girl code” is both silly and some might believe sexist. But that doesn’t mean there isn’t some truth to it. As a female technologist in a heavily male-skewed industry, I don’t need you to compliment my hair. But if you tell me my code is pretty, I might give you some tips.

And if it makes you feel better, I’ll refer to YOUR gorgeous code as metrosexual. But we’ll both know the truth.

Keine Tags

Von der Kunst, gute Fragen zu stellen

Donnerstag, 23. März 2006

Wer schonmal per E-Mail, im Chat, im WWW oder am Telefon von Leuten zu Computer-Problemen gefragt wurde, kennt wohl das Problem: Oft dauert es nur ein paar Minuten, das Problem zu lösen — wenn man denn erstmal (meist in mühevollen Frage-Antwort-Spielchen) rausgefunden hat, was überhaupt das Problem ist. Man denkt sich, dass es doch wohl nicht so schwierig sein kann, von selbst direkt mehr Informationen über das Problem rauszurücken.

Wer schonmal per E-Mail, im Chat, im WWW oder am Telefon Leute zu Computer-Problemen gefragt hat, kennt wohl das Problem: Man ist freundlich, man sagt, dass man ein Problem hat, und bittet um Hilfe. Dann kommen jede Menge Detailfragen zurück. Der Mensch, den man um Hilfe gebeten hat, wird so langsam ungeduldig und dabei wohl auch nicht freundlicher. Wenn man denselben Menschen schon ein paarmal gefragt hat, reagiert er/sie zunehmend gereizter auf Hilfsanfragen. Man hat den Eindruck, dass man irgendwas falsch macht — aber was bloß?

Was kann man da machen?

Das Problem ist natürlich wohlbekannt, und vor allem Entwickler und Benutzer von Open-Source-Projekten haben öfter mal damit zu kämpfen. Eric S. Raymond hat eine Anleitung zu dem Thema geschrieben, die mittlerweise schon 5 Jahre alt ist: How to Ask Questions the Smart Way. Das Problem mit dieser Anleitung ist, dass sie von vielen Leuten als extrem herablassend empfunden wird. Ich habe auf Mailinglisten schon Meinungen darüber gelesen wie “diese Anleitung schreckt normal intelligente Leute eher ab, als dass sie ihnen irgendwie hilft”.

Heute habe ich endlich zwei deutlich bessere Texte zu diesem Thema gefunden.

Der eine ist Getting Help on IRC. Wie der Name schon vermuten lässt, geht es hier im Wesentlichen um IRC-Kultur — davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Die wichtigsten Punkte treffen auch auf andere Kommunikationsarten zu. Hier mal eine Kurzübersicht (Dinge, die nur auf IRC zutreffen, hab ich mal weggelassen):

  • Be precise (Sei genau)
  • Tell what you are doing (Sag, was du tust)
  • Do not be demanding (Stell keine Forderungen)
  • Unintended rudeness (Unbeabsichtigte Unhöflichkeit)
  • Do not repeat yourself (Wiederhole dich nicht)
  • Don’t be lazy - read the documentation (Sei nicht faul — lies die Dokumentation)
  • Answer the questions that you get asked (Beantworte die Fragen, die du gestellt bekommst)
  • Tell the others about the solution (Teile den anderen die Lösung mit)

Der andere Text ist von Amy Hoy und ist im Wesentlichen von Veränderungen in der Community um Ruby on Rails inspiriert. Er heißt Help Vampires: A Spotter’s Guide und nimmt sich des Themas ziemlich humorvoll an. Aus der Einleitung:

Help Vampires are found in every public online community, from those nearest to our hearts to those furthest from our principles.

Instead of consuming of ill-gotten hemoglobin, these vampires suck the very life and energy out of people. By nature they feed on generous individuals who tend towards helping others, and leave their victims exhausted, bitter and dispirited.

They’re not evil creatures, Help Vampires. They act only on their blind instinct to feed, driven by base urges like most living things. Often even they themselves are not aware of their Help Vampire status, so leave your stakes at home.

Das grundlegende Konzept in diesem Artikel sind also die Hilfe-Vampire: Leute, die jede Community zu einem ungemütlichen Ort machen können. Sie saugen aus hilfsbereiten Individuen alle Energie heraus und hinterlassen sie erschöpft, bitter und entmutigt. Zuerst beschreibt Amy, woran genau man diese Hilfe-Vampire erkennen kann. Wer sich in dieser Beschreibung wiederfindet, dem werden sofort danach Tips gegeben, was man selbst dagegen tun kann. Diese Tips sind sehr ähnlich zu denen aus der Anleitung, die ich oben beschrieben habe.

Amy erklärt aber nicht nur Hilfe-Vampiren, wie sie ihren Vampir-Status loswerden können. Sie gibt auch Tips, wie man eine Community retten kann, die an Hilfe-Vampir-Befall leidet. Hier wieder eine kurze Übersicht:

  1. Create resources for Help Vampires (and regular folks) to help themselves. (Stellt Wege für Hilfe-Vampire (und normale Leute) zur Vefügung, mit denen sie sich selbst helfen können.)
  2. Cease all behavior which enables Help Vampires’ vampy behavior. (Hört mit allem Verhalten auf, das das vampirische Verhalten der Hilfe-Vampire ermöglicht.)
  3. Meet Help Vampires head-on. (Konfrontiert Hilfe-Vampire direkt.)

Beide Artikel finde ich definitiv lesenswert. Leider sind aber beide auf Englisch. Kennt jemand entsprechende Anleitungen auf Deutsch?

Software-Update

Freitag, 10. März 2006

Die heutige Veröffentlichung von WordPress 2.0.2 hab ich zum Anlass genommen, die von mir administrierten WordPress-Installationen zu aktualisieren. Bei meinem eigenen Blog war ich dabei am skeptischsten, schließlich (a) lief das noch mit WordPress 1.5.x und (b) hab ich hier am meisten rumgebastelt, was Plugins etc. angeht. Bisher hab ich zum Glück noch keine Fehler gefunden, aber wem was auffällt, der/die darf mir gern Bescheid sagen ;)

Ansonsten wird sich hier in nächster Zeit vermutlich was am Blog-Design tun — im cred8d-Blog hab ich da ein paar nette Ideen gesehen (via anne 2.0 via Creating Passionate Users). Genug Zeit müsste man haben…

Können Frauen besser schreiben?

Sonntag, 5. März 2006

Amy Hoys Blog lese ich im Wesentlichen, weil es da um Ruby on Rails geht. Diesmal geht’s aber um was ganz anderes: Auf einen Artikel, in dem sich jemand fragt, ob Frauen einfach besser schreiben können als Männer, hat sie diese Antwort geschrieben: Are Writers Better Women? Kurzer Ausschnitt:

If I didn’t sign my articles, my most distinguishing feature would be the voice I use when writing, or the outlandish graphic styles I tend to use. But since I do have a feminine name and I put it right there, people figure that somehow that explains the second-most different features I have. Repeat after me: “Correlation, not causation.” The breasts do not write articles on their own. Really, they just sit there. My brain demands credit.

Ihr Artikel ist definitiv lesenswert, einmal als Lieferant von Argumenten für die nächste “Können Frauen/Männer/Braunhaarige besser XY”-Diskussion, aber auch als Denkanstoß über technisches Schreiben. Ein sehr guter Artikel zu technischem Schreiben ist übrigens dieser hier: Conversational writing kicks formal writing’s ass (von Kathy Sierra, die in der Diskussion oben übrigens auch erwähnt wird). Aber nicht, dass sich jetzt jeman(n)d rausredet mit höherem verbalem IQ bei Frauen oder was auch immer.

Mathematik lehren, mal anders

Donnerstag, 23. Februar 2006

Dan Steinberg schreibt ein Analysis-Buch im Stil von Head First (siehe auch hier) und berichtet in Extreme Teaching über seine Erfahrungen dabei.

Bisher hat das Blog erst 6 Einträge, aber ich hatte schon ein echtes “cool — so hab ich das noch nie gesehen”-Erlebnis beim Lesen: Gleichungen umformen ist eine Art Refactoring.

Das Blog verspricht, extrem interessant für alle zu werden, die sich für Lehre im allgemeinen und Lehren von mathematischen/mathematiknahen Themen im besonderen interessieren.

(via Creating Passionate Users)