Wegen des geplanten WG-Ausflugs habe ich mir den lonely planet Prag gekauft. In der deutschen Ausgabe, denn die war im Laden gerade vorrätig. Und da heisst es dann zum Thema Internetzugang:
“Wer sein E-Mail-Postfach bei einem kleinen ISP hat, bei seinem Arbeitgeber oder bei einem Schulnetzwerk, kann seine Mails in Prag trotzdem abrufen.”
Davon würde ich doch wohl mal ausgehen. Doch der Text geht weiter:
“Dazu muss man sich einen kostenlosen Webmail-Account (z.B. bei Yahoo, GMX oder Hotmail) anlegen und dann die Weiterleitungsfunktion des Anbieters nutzen.”
Äh, also Webmail kleiner ISPs funktioniert in Tschechien nicht? POP und IMAP sind in Prag abgeschaltet? Interessant…

Gestern habe ich mir den Film Freischwimmer angeschaut. Irgendwo hab ich gelesen, das sei ein Thriller im Schwimmvereinsmilieu oder so ähnlich. Thriller, hm, irgendwie ist er das, aber andererseits ist der Film überhaupt nicht, was man sich unter einem Thriller vorstellt. Das Ende des Films ist Thriller-like, und mir persönlich zu schräg. Aber der meiste Teil des Films ist nicht Thriller, sondern Schwimmvereinsmilieu, und das ist beinahe gruseliger. Der ganz normalen Wahnsinn einer idyllischen Kleinstadt. Heile Fassade, dahinter tiefe Abgründe. Die Charaktere sind fast realistisch, nur ein klein wenig zugespitzt - herrlich. Gute Unterhaltung. Nur wenn gerade dein Umzug in die Kleinstadt ansteht, solltest du diesen Film vielleicht besser nicht gucken…

Wikipedia und SETI kennt jeder. Kennt man auch schon OSM?
OpenStreetMap ist ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Erde zu kartographieren. Nun, die Staaten tun das eigentlich schon mit unseren Steuergeldern, und trotzdem dürfen wir im Laden für das Kartenmaterial auf Papier oder für die Navi nochmal Bezahlen. Und wenn eine dann eine Gartenparty veranstaltet, macht sie sich einer Urheberrechtsverletzung strafbar, wenn Sie auf den Plan einen Kringel malt und den Partyort auf den Kopierer legt. Ohne uns, wir malen unsere Erde selbst auf, sagten sich einige, und die OpenStreetMap-Community wächst. Auch ohne GPS-Gerät kann man mit seinen Ortskenntnissen mitmachen, zum Beispiel Straßennamen, Telefonzellen, Kneipen ergänzen. Wo die Karte schon toll gefüllt ist, diskutiert man eifrig weiter: Behindertenzugänglichkeit, Höhe über Normalnull, Radwanderwege, Ampeln. Aus der Straßenkarte wird eine Universalkarte: Jede druckt nur die Informationen mit, die sie sehen will oder lädt die GPX-Rohdaten in eine geeignete Navi. Diverse dezentrale Bildschirmschoner machen aus den Daten eine Karte zum Anschauen. Und… zum Weitergeben !
www.openstreetmap.de
www.informationfreeway.org
Annette
Philippe Fuchs hat sich einen extremen Marathon ausgesucht, den er für einen guten Zweck und nebenbei zur Unterstützung modernster 3D-Software bestreitet. Derzeit ist er unterwegs von Paris nach Peking. Der Ingenieurwissenschaftler verbindet bei seinem Lauf, bei dem er auch Köln und Berlin passierte, Internettechnik, Sport, Wissenschaft und soziales Engagement.
Sein Laufprogramm, bei dem Daten für virtuelle Umgebungen und 3D-Software gewonnen werden sollen, ist im Internet live zu verfolgen. In den Schuhen des Läufers sind etwa 500 Messpunkte verteilt und liefern ein Bild von der Laufbelastung. Die Spezialschuhe trägt Fuchs zu Beginn und Ende jeder Etappe. Auf der Homepage werden bei jeder Etappe gemessene medizinische Daten gesammelt und dann der Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Aufgezeichnet werden Pulsfrequenz, Geschwindigkeit, Schrittlänge, Schrittfrequenz und Position des Läufers.
Vor Beginn der Reise haben Fuchs und Kollegen - Fuchs ist Professor an der Ecole des Mines, einer Fachhochschule für Ingenieure in Paris - ein dreidimensionales Modell seiner Füße erstellt. Dieses wollen Wissenschaftler des Motion Science Instituts aus Marseille mit den Fußmodellen anderer Menschen vergleichen. Die Ergebnisse sollen später zur Entwicklung neuartiger Sportschuhe oder für die Vorbeugung von Verletzungen genutzt werden. Fuchs dazu: “In Zukunft wird es virtuelle Trainingsumgebungen geben, in denen sich kranke oder nach Unfällen genesende Menschen auf ihre Rehaübungen im realen Leben vorbereiten können.”
Interessierte können im Internet auch einen eigenen Avatar anlegen und mit dessen Hilfe virtuell mitjoggen. Frau kann Facebook-Freunde zur Teilnahme an einem Staffellauf einladen. Das frei bestimmbare Startgeld kommt Kindern zugute: Einnahmen sind für die Hilfsorganisation “Sports without Borders” bestimmt, eine Organisation, die sportliche Aktivitäten von Jugendlichen in Entwicklungsländern unterstützt. Aus den Mitteln sollen die Lebensumstände von Kindern in Lateinamerika, Afrika und Asien durch Sportprogramme verbessert werden.
Technischer Rückhalt kommt vom Sponsor Dassault Systèmes, ein Anbieter von 3D- und Product-Lifecycle-Management-Lösungen. Außer der Sportausrüstung sind Computer, Satellitenübertragungseinheit, Simulationssoftware und Spezialmessgeräte im Gepäck des Begleitfahrzeugs. Dassault erstellte die aufwändig animierte Site mit der Online-Übertragungsanwendung ‘TVnima’. Diese Software kommt ansonsten häufig für die Erstellung von TV-Nachrichtenprogrammen zum Einsatz.
Der 57-jährige Philippe Fuchs wird auf dem Rad von seinem Coach Daniel Grassy (60) begleitet. Dazu kommt noch ein Fahrer, der das Wohnmobil mit der technischen Ausrüstung steuert. Auf den ca. 10.000 Kilometern von der französischen zur chinesischen Hauptstadt legt der Franzose pro Etappe rund 85 Kilometer zurück und will Peking während der Olympischen Spiele im August erreichen. Dabei durchquert er zwei Kontinente und verschleißt etwa zehn Paar Laufschuhe.
Mehr Infos
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Deutsche Bahn AG haben diesen Preis für Bildung 2008 ausgeschrieben. Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stehen die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.
Das Thema entstand in Anlehnung an die Einsteinsche Formel E = mc2 und lautet: “Zukunft = Bildung x MINT2“.
Gesucht sind Kindergärten oder andere vorschulische Einrichtungen, Schulen, Hochschulen, Betriebe und Berufsschulen, die die Faszination für Technik und Naturwissenschaften wecken. Mit dem Preis sollen Bildungseinrichtungen ermutigt werden, sich verstärkt für die MINT- Fächer zu engagieren.
Für die Arbeitgeber ist klar: “Mathematiker, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker sind in den Unternehmen äußerst gefragt. Viele Jugendliche wissen oftmals nicht genau, welch vielfältige Tätigkeiten sie mit diesen Qualifikationen in der Wirtschaft ausüben können. Mit dem diesjährigen Arbeitgeberpreis für Bildung wollen wir die Attraktivität der MINT-Fächer steigern.”
Wie in den Vorjahren wird für jede ausgezeichnete Initiative von der Deutschen Bahn ein Preisgeld von 10.000 Euro ausgelobt. Zusätzlich wird ein Sonderpreis Diversity vergeben.
Bewerbungsfrist: 2. Juni 2008
Ausschreibungstext und Bewerbungsunterlagen sind im Internet unter den Adressen www.bda-online.de oder www.db.de/arbeitgeberpreis zu finden. Die Preisverleihung wird am 4. November 2008 in Berlin im Rahmen des Deutschen Arbeitgebertags stattfinden.
Die Kunst der Schwarzweißfotografie
Schwarzweiß-Fotografie digital
Diese “Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter” hält, was sie verspricht. Es geht weniger um Technik als vielmehr um die Auswahl der Bildmotive. Bei der Beschreibung, wie frau es anstellt, das etwas andere Foto zu machen, überzeugt der Autor im Text und mit seinen Beispielbildern. Anders als in vielen andern Büchern wird hier sehr deutlich, warum eben diese Fotos ausgewählt wurden. Jedes Bild dient der Veranschaulichung eines Gestaltungsprinzips. Natürlich lassen sich die Gestaltungsprinzipien auch auf Farbbilder anwenden. Doch geht der Autor immer wieder auch auf die Besonderheiten des Schwarzweißen ein. Frau spürt beim Lesen eine Atmosphäre vieler Jahre an Erfahrung. Dabei kann das Buch sequentiell gelesen werden oder als Nachschlagewerk dienen. Gesuchtes findet sich schnell, die Texte und Bilder geben beim Durchblättern Anregungen, über das eigene Fotografieren nachzudenken. Was soll ich noch sagen? Seht doch selbst mal rein!
Fazit: Sehr empfehlenswert
Themen
Torsten Andreas Hoffmann: “Die Kunst der Schwarzweißfotografie. Eine Schule der Bildgestaltung im digitalen Zeitalter”. dpunkt 2008. 44,- EUR (D) / 45,30 EUR (A). ISBN 978-3-89864-501-0.
Schwarzweiß geht Hand in Hand mit Null und Eins - jedenfalls, wenn digital fotografiert und bearbeitet wird. Ein gutes Buch wie dieses erklärt natürlich auch die Unterschiede zwischen analogen und digitalen Schwarzweißfotos. Die Gestaltungstipps machen Lust darauf, loszuziehen und selbst Bilder zu schießen. Oder in den alten Archiven zu wühlen und dort Schwarzweißtaugliches aufzuspüren. Für die aktualisierte Auflage dazugekommen sind u. a. neue Abschnitte zu Photoshop CS3, zu Adobe Photoshop Ligthroom und zu LigthZone.
Fazit: So gut wie der Vorgänger
Themen
Vergleiche auch die Rezension zur ersten Auflage: “Schwarzweißmalerei”
Reinhard Merz und Erich Baier: “Schwarzweiß-Fotografie digital. Bilder gestalten, bearbeiten und ausgeben”. 2. Auflage. dpunkt 2008. 39,- EUR (D) / 40,10 EUR (A). ISBN 978-3-89864-500-3.
In bayrischen Kinos aufgetaucht ist ein Werbespot, den ich Euch nicht vorenthalten will:
Design Thinking ist eine Methode zur Entwicklung innovativer Ideen in allen Lebensbereichen. Entwickelt von David Kelley, dem Gründer der Design-Agentur IDEO, basiert das Konzept auf der Überzeugung, dass Innovation nur dann geschehen kann, wenn starke multidisziplinäre Gruppen sich zusammenschließen, eine gemeinschaftliche Kultur bilden und die Schnittstellen der unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven erforschen.
Sowohl die drei bis vier Studierende pro Lerngruppe als auch ihre Professoren und Dozenten kommen jeweils aus unterschiedlichen Disziplinen. Demzufolge sind Studierende aller Fachrichtungen an Universitäten als Teilnehmer willkommen. Es werden jedes Jahr zum Wintersemester maximal 40 Studierende zugelassen, die kurz vor dem Abschluss Diplom, Master oder Magister stehen.
Erfahrene Professoren und Dozenten aus unterschiedlichen Fachbereichen Berliner und Brandenburger Universitäten lehren im Team und arbeiten und forschen mit den Studierenden. Das Lehrpersonal wird für jedes Semester neu zusammengestellt. Daraus ergeben sich immer neue Konstellationen und neue Ideen für Projekte.
Es gibt mehrere Stufen des Lernens. Bootcamps zur Einführung in Design Thinking gibt es genauso wie zwei Projekte als Anwendung von Design Thinking. Das Studium ist für einen zeitlichen Aufwand von zwei Tagen pro Woche ausgelegt. Die Studiendauer beträgt ein Jahr.
Die Teams sind so zusammengestellt, dass jeweils drei oder vier Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen miteinander arbeiten. Die außergewöhnliche Atmosphäre fördert dabei das kreative Arbeiten. Zum Abschluss bekommen die erfolgreichen Teilnehmer ein Zertifikat. Studiengebühren werden hier nicht erhoben!
Mehr Infos: www.hpi.uni-potsdam.de/d-school/
Warum heißt es eigentlich T9? Woher kommt die Bezeichnung? Und warum gibt es keine treffende sprechende Bezeichnung dafür?
Eine dieser Fragen, die die Philosophie noch zu beantworten hat
Woran denkt Ihr, wenn Ihr “Eichhörnchen” hört? Genau, ein flink umher flitzendes Tier, das auch im tiefsten Winter immer mal wieder auftaucht, um seine Bucheckern aufzuspüren. Genauso flink ist die Softwareentwicklung unterwegs, wenn frau agile Methoden einsetzt.
Das Buch führt in die agile Sichtweise ein. Dabei hangeln sich die Autoren nicht formalistisch an agilen Vorgehensweisen entlang, sondern versuchen, das Gefühl für Agilität zu vermitteln. Jedes Projekt ist anders, also muss für jedes Projekt eine maßgeschneiderte Vorgehensweise entwickelt werden. Um die agile Sichtweise zu erreichen, bedienen sich die Autoren dreier Perspektiven: Management, Team und Entwicklung.
Fazit: Guter Überblick, ein paar gute Anregungen, aber für einen ernsthaften Einstieg etwas zu knapp
Themen
Übungsaufgaben gibt es online unter www.agilesoftwareentwicklung.de (ohne Lösungsvorschläge)
Wolf-Gideon Bleek und Henning Wolf: “Agile Softwareentwicklung. Werte, Konzepte und Methode”. dpunkt 2008. 29,- EUR (D) / 29,90 EUR (A). ISBN 978-3-89864-473-0.
Da haben wir nun Nachwuchs auf der Arbeit. Hätte nie gedacht, dass ich daran Freude haben könnte, aber nachdem ich das Kleine mal auf dem Arm hatte sehe ich das mit anderen Augen. Hab mich gleich freiwillig zur Betreuung gemeldet, leider ohne Erfolg. Also brauch ich doch selber sowas, und heute hab ichs getan: Ich habe mir einen eee zugelegt.
Heise hat ja berichtet, dass die nun unauffällig mit kleineren Akkus ausgeliefert werden (zum gleichen Preis wie vorher). Der Typ im Computerladen hat sich benommen als wäre ich gaga und mir erklärt, den eee hätte es nie anders als mit 4400mAh-Akkus gegeben und das gäbe doch ne schöne Akkulaufzeit, ausserdem käme das nächste Modell erst im Dezember. Danke fürs Gespräch. Bei Karstadt am Hermannplatz hat ein freundlicher Verkäufer für mich zwei Schachteln geöffnet, auf dem Akku selber steht drauf wieviel mAh er hat. Offenbar gibt es Schachteln ohne den verräterischen pinken Aufkleber, die dennoch die kleineren Akkus enthalten. Aber die andere Schachtel hatte noch ein 5200mAh-Modell. Vermutlich haben die noch mehr davon, also falls du mit der Anschaffung eines eee liebäugelst: nix wie hin.

Mathematik und Spielkarten, MIT und Vegas - das klingt nach den Zutaten für einen interessanten Film, also habe ich mir 21 angesehen. Mehr als oberflächliche Unterhaltung in Form schöner bunter Bilder bietet der Film meiner Meinung nach aber nicht. Kann man sich ansehen, muss man aber nicht. Die Zutaten klingen nach wie vor interessant, vielleicht lohnt sich ja das Buch - auch wenn es wohl (wie der Film auch) die echten Ereignisse um einiges an Fiktion ergänzt haben soll.
Die englischsprachige Wikipedia berichtet außerdem (zumindest in der aktuellen Version) darüber, dass dieser Film “weißgewaschen” wurde - asian-american Hauptfiguren sind im Film weiß, statt dessen gibt es nur asian-american Nebenfiguren, die auch eher als Deppen dargestellt werden.

Wie die Eine oder Andere von Euch vielleicht gemerkt hat, stand der FiNuT-Kongress 2008 bis zuletzt auf der Kippe. Aber jetzt ist es geschafft: Der Kongress findet statt!
Das Orgateam schickt folgende Infos
Gestern haben wir beschlossen, dass der Kongress FINUT 2008 nun entgültig stattfindet.
Wir hoffen noch auf weitere Anmeldungen und bedanken uns für die zahlreichen Unterstützungsmails.
Veranstaltungsort
Der Kongress wird wohl im Hauptgebäude der Universität Bonn stattfinden. Hinter den Veranstaltungsräumen liegt die Hofgartenwiese, die vielleicht einigen von Ihnen/Euch ein Begriff ist. Vom HBF Bonn sind es ca. 600 Meter. Alles in der City ist schnell zu erreichen. Wegbeschreibungen und genaue Angaben werden wir Mitte April auf der Homepage www.finut2008.de einstellen.
Internet
Mit eigenem Laptop ist ein Zugang über W-LAN möglich.
Kinderbetreuung
Kinderbetreuung bieten wir an (auf Voranmeldung) und zwar am Freitag und Samstag jeweils von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr.
Übernachtung
Wir werden im Vorfeld des Kongresses die nähere Infos mitteilen (ca. 20. April bis 25. April). Es handelt sich zumeist um sehr einfache Übernachtungsplätze (Mädchenberatung, Internationales Frauenzentrum etc.). In den nächsten Tagen versuchen wir da aber noch andere zu bekommen. Solltest Du/Sie noch Frauen/Adressen in Bonn kennen, bitte teile uns (dem Orgateam) das umgehend mit! Danke. Wenn Du/Sie auf Nummer sicher gehen willst, bitte Übernachtungen über HRS oder Hotel.de buchen. Mit Nachweis können wir sicher pro Frau und Nacht 20,- Euro wieder auszahlen. Zur Zeit sind die billigsten Einzelzimmer in Bonn bei 60,- Euro. Doppel- und Dreibettzimmer sind billiger. Die Orte Brühl, Königswinter, Troisorf sind für ca. 40,- Euro zu reservieren und gut und schnell (ob mit Auto oder Bahn in 15-25 Minuten zu erreichen). Wir bieten auch erweiterte Tickets Nahverkehr an.
Essen
Kulinarisch werden wir verwöhnt: Eine Frauengruppe verpflegt uns mit afrikanischem Essen. Dies gilt für angemeldete Vollzahlende. Es wird auch vegetarisches Essen geben. Wer nicht von Plastikbesteck essen mag, bringt sich sicherheitshalber Besteck mit. Daneben gibt es ein Kongresscafe und frau ist in 50 Metern bei den ersten Bonner Innenstadtcafes und Imbissbuden.
Plena: Freiwillige vor
Wir suchen noch dringend FINUT-Frauen, die ein Plenum moderieren: Freitag oder Samstag
Veranstaltungen
Das Veranstaltungsverzeichnis wird hoffentlich in den nächsten Tagen nochmal verändert eingestellt werden (Sorry!!!! Die Arbeit hier im Büro überschlägt sich). Es wird aber sicher noch bis Mitte April dauern, bis alle Zeiten feststehen. Die konkreten Veranstaltungsorte gibt es dann erst auf dem Kongress.
Party
klappt wahrscheinlich und findet dann im Z statt.
Das wars mal wieder.
Die Bonnerorgafrauen
Dank Ausschlafen hab ich die Beziehungskiste vom sorglosen Umgang mit fremden Privatsphären verpasst, hoffentlich gibt es das als podcast. Die Zukunftswerkstatt zum datenschutzfreundlichen Web 2.0 war eine gute Idee, aber viel zu kurz und daher nicht sehr ergiebig. Danach das Podium zur Internetstrategie der ARD, da kannte ich einiges schon vom CCCamp. Trotzdem spannend. Die hard-blogging scientists zum Thema social media in der Wissenschaft wiederum fand ich dann eher etwas enttäuschend. Sehr soziologielastig, vieles dürfte kaum auf andere Fächer und Fachkulturen übertragbar sein. Ausserdem sehr blog-zentriert, manches liesse sich mit anderen Medien vielleicht auch oder sogar besser realisieren.

Erst mal ausgeschlafen. Dann zu Blogpolis. Politische Blogkarnevals soll es vernetzen. Das Ziel, Blogs zu besseren Google-Ranks als Zeitungen zu verhelfen, scheint mir doch etwas inhaltsleer - ein blog ist nicht per se das bessere Medium. Wer politisch arbeitet, will schließlich Themen setzen und Inhalte verbreiten. Wie weit trägt dabei eine Plattform ohne gemeinsame inhaltliche Grundlage? Man darf gespannt sein.
Danach dann die neue Arbeit. Kommt aus der 9to5- und Hallenprojekt-Ecke. Nein, ich will nicht, das alles bleibt wie es ist, und ich will auch nicht den guten alten Fordismus zurück, früher war nämlich gar nicht alles besser. Aber die hier vorgestellte “neue Arbeit” hat mich überhaupt nicht überzeugt.
Dann ein wenig pirate bay. Informativ und kurzweilig, aber mit einer halben Stunde viel zu kurz angesetzt. So gab es auch keine Zeit für Diskussionen.
Richard Heigls Perspektiven einer europäischen Medienpolitik waren wie erwartet spannend, die Diskussion leider nicht so sehr. Das Publikum war so heterogen, dass die Diskussion nicht wirklich in die Tiefe ging. Schade eigentlich.

Der erste Tag der re:publica08 begann für mich mit der keynote Nützliches Vergessen. Erinnern und Vergessen, das Internet vergisst nicht, warum ist das problematisch, welche Ansätze gibt es, dies zu ändern. Die konkreten Optionen blieben aber eher vage. Bis auf das marktradikale Bekenntnis des Referenten zur unsichtbaren Hand und dem Markt als einzigem Weg, Wahlmöglichkeiten zu schaffen. Wie gut das funktioniert, wissen wir aus anderen Bereichen. Blieb aber nur ne Randbemerkung, insgesamt war sein Vortrag interessant und manches bedenkenswert. Aus dem Publikum gab es den Vorschlag, analog zum CO2-neutralen Lebensstil einen erinnerungsneutralen Lebensstil zu pflegen: Beim Kauf einer neuen Festplatte die gleiche Menge Daten löschen. Sind nicht genug alte Daten da - Festplatten werden schließlich immer größer -, so kann man ja alte Daten von jemand anders kaufen. Ich befürchte, der Vorschlag war ernstgemeint.
Anschließend gab es die Podiumsrunde zur Zukunft der social networks. Der social-network-Baukasten mixxt bietet abgeschlossene Netzwerke für bestimmte Personengruppen, denen gegenüber die user unterschiedlich viel Daten preisgeben können. Das dezentrale und damit betreiberunabhängige noserub verspricht dem user ebenfalls mehr Kontrolle über die eigenen Daten. Beides wurde aber nicht sehr ausführlich besprochen, müsste man sich mal anschauen, was das taugt. Überhaupt gab es wenig neue Erkenntnisse, sondern vor allem unterhaltsames StudiVZ bashing durch Moderator Tim Pritlove. Nix gelernt, aber viel Spaß gehabt.
Zu den beiden Veranstaltungen berichtet auch heise news.
Später hab ich mir dann noch ein wenig Qualitätsdebatte Blogs vs. Journalismus gegeben.

Ich bin bei der re:publica. Kulturell ist das hier erwartungsgemäß ganz schön anders als Hackerevents wie CCC oder so. Angefangen mit der Kleiderordnung. Keine T-Shirts mit Nerd-Witzen drauf, eher hip-jung-dynamisch. Insgesamt eher so ein junge-unkritische-Existenzgründer-feeling. Der Frauenanteil ist ein wenig höher als bei techniklastigeren Veranstaltungen - allerdings nur im Publikum. Unter den Vortragenden habe ich am ersten Tag gerade mal zwei Frauen gezählt. An allen Ecken und Enden blitzen Kameras, und ständig sieht man Leute bei Video- und Audiointerviews. Wer soll sich all diese Podcasts eigentlich reinziehen? Da drängt sich etwas der Eindruck eines selbstreferenziellen Systems auf. Der Wohlfühlfaktor hält sich in Grenzen, ‘meine’ Veranstaltung ist das nicht. Trotzdem gibt es durchaus interessante Beiträge, dazu in den anderen Posts mehr.
