February 01, 2010

Zeitung: Handwerkszeug fürs Technikstudium

Buchrezension

Study Skills

CoverDie Autorinnen steigen mit der Anleitung zur Selbstanalyse ein: Fühle ich mich für mein Lernen selbst verantwortlich, was für ein Lerntyp bin ich? Stressentstehung und Umgang mit Stress werden differenziert erläutert. Frau erfährt, warum es gut ist, die Komfortzone auch mal zu verlassen. Zeitmanagement und Zeittypen helfen beim Organisieren des Studiums und bei der Work-Life-Planung. Stolperfallen werden auch angesprochen: Was Plagiate sind und worauf frau achten muss, um nicht versehentlich welche zu verfassen. Für Online- und E-Learning gibt es einen Leitfaden, wie frau die Angebote einschätzen und bewerten kann.

Neben den Überlegungen, was an Fähigkeiten und Fertigkeiten für ein technisches Studium nützlich ist, gibt es dann noch Blicke über den Tellerrand. Dazu gehört, welche Soft Skills spätere Arbeitgeber schätzen. Oder wie sich mit kleinem Budget das Studium finanziell planen lässt. Es gibt sogar eine Vorlage für die eigene, kleine Buchführung.

Die Gestaltung ist etwas dröge. Und die Nummerierung innerhalb der Kapitel beginnt immer neu, es gibt keine Kapitelnummern in der Kopfzeile. Aber das sind nur Schönheitsfehler, die den Wert des Buches wenig beeinträchtigen.

Zu den Zielgruppen gehören nicht nur (angehende) Studierende, sondern auch Tutorinnen und Tutoren. Die können was lernen für ihre Betreuungsaufgaben und Erstsemesterveranstaltungen. Besonders hervorheben möchte ich noch den Abschnitt fürs Teilzeitstudium und seine speziellen Anforderungen.

Weiterführende Infos werden in Form von Linktipps, Buchtipps und Angabe von Hochschuleinrichtungen angegeben.

Fazit: Anschauen, nicht nur für Studierende interessant!

Themen

  • Stress- und Zeitmanagement
  • Erfolgreich “hören”
  • Teamarbeit
  • Präsentieren
  • Richtig lesen
  • Prüfungen bestehen
  • Arbeiten im Lab
  • Mit Fehlern umgehen
  • Konzepte erarbeiten
  • Technisches Schreiben
  • Mathematische Aufgaben lesen und lösen
  • Hilfe finden und Hilfe geben

Pat Maier, Anna Barney und Geraldine Price: “Study Skills for Science, Engineering and Technology Students”. Longman 2009. 20,99 EUR (D) / 17,99 £ (UK). ISBN 978-0-273-72073-7.

February 01, 2010 04:29 PM

Zeitung: Altgriechischer Rechner aus Antikythera

Die alten Griechen hatten’s faustdick hinter den Ohren - oder eher im Hirn. Sie hatten auch die Idee für einen antiken Rechner. Was heißt hier Idee? Das Ding lässt sich wirklich bauen: Ein britischer Museumskurator hat den antiken Antikythera-Mechanismus mal nachgebaut. Das Räderwerk funktioniert - powerlesse (ohne Strom) und stable (ohne Abstürze). Ein Schwammtaucher holte den Urrechner im Jahr 1901 nahe der griechischen Insel Antikythera aus einem 2000 Jahre alten Schiffswrack. Archäologen schenkten dem Klumpen aus korrodiertem Metall erst mal kaum Beachtung. Als der Klumpen dann im Athener Museumsarchiv zerbrach und Zahnräder sichtbar wurden, änderte sich das. Der älteste Rechner der Welt war gefunden.

Antik Der Mechanismus stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 150 vor Christus. Er besteht aus mehr als 30 Bronzezahnrädern. Die Archäologen betrachten ihn als ein Meisterwerk an Ingenieurskunst, an das während der nächsten 1000 Jahre nichts Ähnliches heranreichen konnte.

Michael Wright, ehemals Kurator des Science Museums in London, hat das antike Gerät nachgebaut. Er erläutert die Funktionsweise so: Mit einem Griff an der Seite kann man die Zeiger einstellen, die  gemäß der alten Modelle die Positionen verschiedener Himmelskörper darstellen. Ein Zifferblatt an der Vorderseite zeigt einen griechischen und einen ägyptischen Kalender, die Zeiger die Positionen des Mondes und der damals bekannten fünf Planeten. Auf die Rückseite gehören zwei Scheiben, eine zeigt einen 19-Jahres-Kalender und die Olympiaden. Eine zweite, tieferliegende Scheibe zeigt, wann Sonnen- und Mondfinsternisse zu erwarten waren.

Quellen

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,451192,00.html und
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,597016,00.html und
http://en.wikipedia.org/wiki/Antikythera_mechanism

    (PS: Das Bild zeigt ägyptische Hieroglyphen und hat außer Antike nix mit dem Rechner zu tun)

    February 01, 2010 04:29 PM

    Zeitung: Daten ausgraben

    Buchrezension

    Data Warehouse & Data Mining

    CoverDas Thema ist nicht ganz trivial. Eher komplex. Trotzdem hätte ich erwartet, dass das Buch die werte Leserin mitnimmt. Leider ist der Stil aber sehr eckig geraten. Da staubt es nur so heraus aus den Abschnitten, die den roten Faden vermissen lassen. Überleitungen von einem Abschnitt zum nächsten? Fehlanzeige. Dafür kommt nach jeder Kapiteleinführung eine Auflistung der jetzt folgenden Unterkapitel. Überflüssig. Vor allem dann, wenn die Unterkapitel an der Stelle nicht einmal kurz charakterisiert, bewertet oder irgendwas werden…

    Obwohl ich mich gerade sehr für das Thema interessiere, kann ich mich nicht dazu durchringen, das Buch komplett durchzuackern. Das liegt nicht nur daran, dass Abkürzungen nicht immer erklärt werden (wieso steht “ETL” nicht im Glossar?), sondern auch daran, dass das ganze Layout lieblos wirkt. Und der Inhalt wirkt zusammengewürftelt. Was teilweise auch daran liegt, dass die Gliederung wenig innere Struktur erkennen lässt. Schade. Nix für die Praxis, vielleicht was für Leute, die sich in die trockenste Welt der Wissenschaft einleben möchten. Ganz vermisst habe ich u. a. Self-Organising-Maps.

    Fazit: Komplexer Stoff lässt sich auch besser darstellen.

    Themen u. a.

    • OLAP
    • Verschiedene Systeme
    • Datenwürfel
    • Vorgehensmodelle zur Gestaltung von Informationssystemen
    • Einsatzbereiche
    • Modellierung
    • Implementierung
    • Datenmuster erkennen
    • Auswahl und Sichtung von Daten
    • Web Mining und Text Mining
    • Neuronale Netze
    • Clusterverfahren
    • Assoziationsanalyse

    Roland Gabriel, Peter Gluchowski und Alexander Pastwa: “Data Warehouse & Data Mining”. W3L GmbH 2009. 19,90 EUR. ISBN 978-3-937137-66-7.

    February 01, 2010 04:29 PM

    January 30, 2010

    Zeitung: Förderpreis: Frauen und Medientechnologie 2010

    Förderpreis

    Der Förderpreis von ARD und ZDF richtet sich an Absolventinnen in technischen Studiengängen an (Fach)-Hochschulen und Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Abschlussarbeiten sich mit technischen Fragen der audio-visuellen Medienproduktion oder -distribution im Rundfunk befassen.

    Bewerbungsschluss: 28. Februar 2010

    Mehr Infos im Flyer:
    ARD_ZDF_Foerderpreis_Frauen_und_Medientechnologie_2010.pdf

    Website mit Infos über Zweck, Zielgruppe, genaue Bewerbungs- und Vergabemodalitäten, Terminen etc.: www.ard-zdf-foerderpreis.de

    January 30, 2010 12:28 PM

    January 24, 2010

    Maria: Backpulver und Essigessenz

    Es funktioniert!

    Backpulver (1 - 2 Tütchen) und Essigessenz in den Abfluss geben. Warten, bis es nicht mehr zischt und schäumt. Dann mit heißem Wasser nachspülen. Und voilá - ist der Abfluss wieder frei.

    Das Leben kann so einfach sein :-)

    January 24, 2010 12:31 PM

    January 19, 2010

    Brigitte: Origins of Sudoku revealed

    Ein Ausschnitt aus der englischen Radio-Show “Just a Minute”. Die Aufgabenstellung lautet: 60 Sekunden über ein vorgegebenes Thema zu reden, ohne Zögern, ohne Abschweifen und ohne ein Wort zu wiederholen. Das gelingt selten. Hier ist es ganz wunderbar gelungen, und wurde zur Belohnung im Nachhinein mit einer Animation unterlegt.

    January 19, 2010 10:29 PM

    January 09, 2010

    Maria: Eisiger Winter

    Schlagzeile


    Brisante Wetterlage - teils länger andauernder Schneefall, bei auffrischendem Nordostwind mit Schneeverwehungen (UNWETTER).


    Entwicklung der Wetter- und Warnlage:


    Zwischen einem Tief südlich der Alpen und einem kräftigen Hoch über Südskandinavien gelangt mit einer nordöstlichen Strömung Kaltluft nach Deutschland. Das Hauptereignis stellt ein großflächiges Schneefallgebiet dar, das sich vom Westen Deutschlands nach Nordosten erstreckt und langsam nordwärts ausgreift und von Osten her stärker wird. Dabei frischt der Wind aus Nordost auf [...] In Kombination mit stürmisch auffrischendem Wind gibt es zu Verwehungen, die zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen führen. Entsprechende Unwetterwarnungen laufen bereits. Nach Nordwesten hin ist es zunächst trocken [...]


    Warnung vor UNWETTER durch starken Schneefall und



    Schneeverwehungen:



    Besonders im Mittelgebirgsraum und in den nördlich angrenzenden Gebieten sowie im Nordosten Deutschlands starker Schneefall mit 10 bis über 15 Zentimetern innerhalb von 12 Stunden bei gleichzeitigen stürmischen Windböen um 70 km/h, [...] die zu Schneeverwehungen führen.


    Warnung vor Schneefall/ Glätte:


    Verbreitet leichter bis mäßiger Schneefall. Neuschneemengen bis 10 Zentimeter innerhalb von 12 Stunden, in Staulagen teils auch darüber. Dabei Glättegefahr. [...]


    Warnung vor Wind/Sturm:


    In den mittleren Gebieten, im Westen und Südwesten sowie an der Küste auffrischender Nordostwind, verbreitet Windböen um 60 km/h, [...]


    Letzte Aktualisierung


    Samstag, 09.01.10, 10.24 Uhr



    Nächste Aktualisierung


    spätestens Samstag, 09.01.10, 16.30 Uhr


    DWD / VBZ Offenbach



    Quelle: http://www.dwd.de/dyn/app/ws/html/reports/DE_report_de.html

    January 09, 2010 12:03 PM

    January 02, 2010

    Zeitung: Schneeflocken malen (lassen)

    Lindenmayer, Koch und die berechnete Natur

    Es schneit Die dunklen Tage läuten den Winter ein. Und was fehlt uns hierzulande dann so oft? Na klar, Schnee! Da ist es doch schön, wenn man was studiert hat, bei dem sich vielleicht doch noch eine Lösung finden lässt. Schneeflocken kann man sich nämlich auch per Programm erzeugen.

    Das ist gar nicht mal so schwer. Mit einem sehr simplen Algorithmus kann aus einem einfachen Dreieck eine sehr hübsche Flocke entstehen. Ein paar Ergänzungen, und es werden auch viele verschiedene Flocken: mathworld.wolfram.com/KochSnowflake.html.

    Schneeflocke malenDas Basisrezept

    Man nehme ein gleichseitiges Dreieck.

    Jede gerade Linie (also jede Seite des Dreiecks) ersetze man nun wie folgt:
    Die Linie dritteln, das mittlere Drittel herausnehmen und durch zwei genauso lange Stücke ersetzen, die einen spitzen Winkel auf der ursprünglichen Linie bilden.

    Je öfter man das tut, desto weicher wird die Schneeflocke.

    Erstaunlich

    Die Koch’sche Schneeflocke ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern hat auch erstaunliche Eigenschaften. Sie ist unendlich lang, passt aber trotzdem immer in dasselbe Quadrat, das man als äußere Begrenzung um das erste Ergebnis aus dem Ursprungsdreieck ziehen kann. Fläche bleibt gleich

    Und: Unter einer Lupe betrachtet, ist jeder Abschnitt der Außenlinie einem anderen Abschnitt ähnlich, der nicht vergrößert ist.

    Den mathematischen Hintergrund dazu kann man auf einer englischen Matheseite nachlesen: scidiv.bellevuecollege.edu/MATH/Snowflake.html.

    Lindenmayer-Systeme

    Die Kochkurve gehört zum selben Informatikfeld wie die Lindenmayer-Systeme.  Diese Systeme erzeugen durch Algorithmen komplexe Formen. Da lassen sich sogar Sträucher “pflanzen”, die der Wirklichkeit verblüffend ähnlich sind: www.inkscape.org/screenshots/gallery/inkscape-0.44-lindenmayer.png.

    Wer mehr über L-Systeme erfahren will, findet an der Uni Mainz eine gute Zusammenfassung: www.informatik.uni-mainz.de/lehre/cg/SS2006_SCG/talks/LindenmayerSystems/LindenmayerSysteme.pdf

    Beauty of PlantsEin wunderschönes Buch gibt es auch: “The Algorithmic Beauty of Plants” als PDF-Download oder als Papierversion (Antiquariat).

    January 02, 2010 10:01 AM

    Zeitung: Borakel, eine Orientierungshilfe für Studium und Beruf

    Borakel-LogoDie Ruhruni Bochum bietet einen Test, um sich die eigene Fähigkeiten und Kompetenzen vor Augen zu führen. Darüber hinaus gibt es auch einen Test, der bei der Studiengangwahl hilft. Schließlich wird noch die Uni Bochum von “Online-Tutoren” vorgestellt. Letzteres fällt unter Werbung.

    Von den beiden Tests hab ich den mit dem hübschen Titel “Mein Berufsweg…” ausprobiert. Nun ja, frau (oder man) braucht einige Zeit. Setzt mal zwei Stündchen an, dann isses in etwa geschafft. Das Ergebnis fand ich durchaus brauchbar, auch wenn meine sprachliche Kompetenz laut Testergebnis sehr zu wünschen übrig lässt ;-)
    Alles andere passte gut.

    Und hier gibt’s das Borakel: www.ruhr-uni-bochum.de/borakel

    January 02, 2010 10:01 AM

    Zeitung: Die andere Suchmaschine

    Andere SuchergebnisseBei spezify.com gibt es Ergebnisse, die abseits des Mainstreams gefunden werden. Einmal Klicken, und das ausgewählte Rechteck vergrößert sich mit weiteren Infos. Nochmal klicken, und der Suchtreffer, sprich die Website, öffnet sich. Der Tipp stammt übrigens aus der guten alten c’t.

    Nach Belieben kann frau die Suche auf Medientypen eingrenzen: Fotos, Text, Video, Sound, Tweets. Eine Einschränkung auf Fotos sieht dann z. B. so aus:
    Nur Fotos finden

    January 02, 2010 10:01 AM